„Ein Haus ohne Bücher ist arm, auch wenn schöne Teppiche seinen Boden und kostbare Tapeten und Bilder die Wände bedecken.“ Hermann Hesse


Meine Rezension zu diesem wunderbaren Roman findet ihr hier:

LizzyNet (Klick!)

Die Geschichte hat mich einfach verzaubert und sehr berührt.

Deshalb gibt es:

Loewe 

400 Seiten

“Von der Nacht verzaubert” auf Amazon


Als eines Nachts Ivaylos Eltern des Hochverrats an König Auberon beschuldigt und bestraft werden, bricht für den Elfenjungen eine Welt zusammen. Daraufhin muss er aus seinem geliebten Schattenwald zu seinen Verwandten ziehen. Seine Cousine Alana ist anfangs alles andere als glücklich über den verschwiegenen Jungen, der nun mit ihr und ihrem Bruder unterrichtet wird. Doch was hat es mit dem Sternenstein auf sich, den Ivaylo trägt? Und warum ist er so bewandert in magischen Dingen, wenn die Ausübung von Magie doch vom König verboten wurde? Außerdem öffnen sich im ganzen Elfenland Dämonentore, die den Frieden des Landes bedrohen…

In „Sturm im Elfenland“ von Frances G. Hill wird die Geschichte zweier junger Elfen erzählt – Ivaylo und Alana, die gemeinsam ein gefährliches Abenteuer erleben.

Um mit der Geschichte warm zu werden, brauchte ich mehrere Anläufe. Die Verhaftung von Ivaylos Eltern ist zwar ein tragischer, gefährlicher und spannender Einstieg, doch danach verläuft die Geschichte vor allem ruhig. Es gibt zwar immer wieder kleiner Zwischenfälle, aber wirklich viel passiert nicht. Man liest größtenteils, wie die Elfen auf dem Gut von Alanas Vater leben und arbeiten. Der Mittelteil der Geschichte konnte mich daher kaum fesseln.

Am sympathischsten war mir dabei der Zwerg Sverre. Er erscheint griesgrämig, überrascht dann aber die Kinder und den Leser. Alana, die Protagonistin, ist eine interessante Figur. Anfangs erscheint sie recht oberflächlich, entwickelt sich dann aber zu einer selbstbewussten jungen Elfe. Ivaylo hingegen blieb mir eher fremd. Man liest zwar einige Passagen aus seiner Perspektive und kann verstehen, wie er sich fühlt, doch bleibt eine Distanz zur Figur.

Beinahe jedes zweite Kapitel ist aus der Sicht Munirs geschrieben, dem engsten Berater König Auberons. So erfährt man viel aus der Vergangenheit des Landes und über die Dämonentore. Dadurch kann man die Geschichte, die sich zwischen Ivaylo, Alana und einigen anderen Personen abspielt, besser verstehen und nachvollziehen.

Der angenehm klare Schreibstil der Autorin kommt ohne zu große Ausschmückungen aus, so dass sich die Geschichte leicht und schnell lesen lässt, wenn mich auch der Inhalt nicht so sehr gefesselt hat. Einzig einige eingestreute Fremdwörter klangen deplatziert, die jedoch in der zweiten Romanhälfte nicht mehr vorkamen.

Zum Ende hin wurde die Geschichte dann doch noch spannend, wenn auch teilweise durchschaubar. Das Ende bildet aber trotzdem einen angenehmen Abschluss der Geschichte.

„Sturm im Elfenland“ konnte mich durch seine eher seichte Handlung nicht so sehr überzeugen. Allerdings ließ sich die Geschichte durch den klaren Schreibstil leicht lesen, so dass der Roman mehr etwas für zwischendurch ist.

Vielen Dank an ArsEdition für das Rezensionsexemplar!

464 Seiten

ArsEdition

“Sturm im Elfenland” auf Amazon


2125. Kyria ist die Tochter einer hochrangigen Politikerin NuYus – New Europes. Wegen eines Gendefekts bleiben ihr nur noch wenige Wochen zu leben, woraufhin sie beschließt, aus der totalen Überwachung zu fliehen. Sie möchte einmal erleben, was es heißt frei zu sein. An der Seite Rebs, eines jungen Rebellen, macht sie sich auf dem Weg in ein Reservat fernab von NuYu. Dort führen die Menschen ein bäuerliches Leben, wie in längst vergangenen Zeiten. Doch Kyria wird verfolgt, auch von und durch künstlich veränderte Seuchen…

In ihrer Dystopie „Kyria & Reb – Bis ans Ende der Welt“ erzählt Andrea Schacht die spannende Geschichte zweier junger Erwachsener, die aus unterschiedlichen Gründen und auf unterschiedliche Weise gegen das System rebellieren, was ungeahnte Konsequenzen hat.

Von Beginn an ist die Geschichte fesselnd. Man lernt Kyria und ihre enge, kontrollierte Welt kennen und versteht ihre Entscheidung zur Flucht. Die ständige Kontrolle Kyrias steht symbolisch für die Kontrolle aller Menschen NuYus. Zwar ist die medizinische Versorgung gut und das Leben sich, aber zu einem hohen Preis: dem Verlust der Freiheit.

Die zukünftige Welt wird interessant geschildert. Sie ist von Frauen dominiert und wird von ihnen regiert. Männer spielen nur eine untergeordnete Rolle, denn sie werden unterdrückt und kleingehalten, was natürlich nicht offiziell so dargestellt wird. Aber eben diese Unterdrückung führt zu vielen Problemen, wie Flucht, Gewalt und Ausgrenzung. So ist „Kyria & Reb – Bis ans Ende der Welt“ auch ein Appell niemanden zu unterdrücken, weder Männer noch Frauen, weil das zwangsläufig zu Konflikten führt.

Abgesehen davon steht Kyria im Mittelpunkt der Geschichte. Sie entdeckt ein ganz neues Leben in den Reservaten und erfährt, welch Intrigen in NuYu gesponnen werden und dass sie selbst davon betroffen ist…

Sie macht eine interessante und glaubwürdige Entwicklung durch, was nicht zu Letzt an Reb liegt. Er hat eine sehr raue Schale und ist ziemlich speziell. Anfangs war er mir nicht sonderlich sympathisch, was daran liegt, dass er schwer zu durchschauen ist und sich nur sehr langsam öffnet.

Die Dialoge zwischen Kyria und Reb sind durch kurze Wortwechsel gekennzeichnet, was etwas gewöhnungsbedürftig war. Jedoch ist das einfach Rebs Art, auf die Kyria geschickt eingeht und sich nichts bieten lässt. Dadurch kommt es immer wieder zu Schlagabtauschen, die mich schmunzeln ließen. Demgegenüber wirkte die Sprache zwischen Kyria und ihrer Mutter etwas gestelzt und von Abstand geprägt, was ihr Verhältnis sehr gut widerspiegelt. Die Autorin versteht es die Sprache als Mittel einzusetzen, um Beziehungen näher darzustellen.

Auch die Beschreibungen des Reservats sind fantastisch gelungen. Ich konnte förmlich die Sonne auf der Haut spüren und ganz in die Geschichte eintauchen.

„Kyria & Reb – Bis ans Ende der Welt“ ist der erste Teil einer Trilogie. Ich bin sehr gespannt, wie es mit den beiden weitergeht, denn die Geschichte war fesselnd, spannend und auf eine raue Art wunderbar romantisch.

Vielen Dank an Lies und Lausch und den Ink-Verlag für das Leserundeexemplar!

381 Seiten

Ink

“Kyria & Reb – Bis ans Ende der Welt” bei Amazon

gelesen im [März]


12. “Ball der Vampire” von Charlaine Harris

13. “Sturm im Elfenland” von Frances G. Hill

14. “Vampire schlafen fest” von Charlaine Harris

15. “Purpurmond” von Heike Eva Schmidt

16. “Meridian – Flüsternde Seelen” von Amber Kizer

17. “Vladimir Tod 04. käpft verbissen” von Heather Brewer

18. “Kyria & Reb – Bis ans Ende der Welt” Andrea Schacht

19. “Sternenschimmer” von Kim Winter

Wieder ist ein schöner Lesemonat vorbei. Bis auf “Sturm im Elfenland” haben mir alle Bücher gefallen, besonders “Sternenschimmer”, “Vampire schlafen fest” und “Purpurmond”. Weitere Rezensionen folgen in der nächsten Zeit :-).


Cat ist alles andere als begeistert vom Umzug nach Bamberg. Mit ihren Mitschülern kommt sie auch nicht so gut aus. Besonders Sina und ihre Clique haben Cat auf dem Kieker. Als sie von diesen Mädchen zu einer Partie in das berühmt-berüchtigte Drudenhaus eingeladen wird, ahnt sie nicht, dass dieser Abend ihr Leben verändern wird. Cat findet nämlich einen alten Halsreif zusammen mit einem geheimnisvollen Spruch. Als sie den Halsreif anlegt und den Spruch spricht, landet sie plötzlich mitten im Bamberg des 17. Jahrhunderts, zur Zeit der Hexenverbrennungen. Doch der Halsreif lässt sich nicht mehr abnehmen und wird langsam, aber sicher, immer enger…

Der Roman „Purpurmond“ von Heike Eva Schmidt ist eine spannende, geheimnisvolle und romantische Geschichte, die abwechselnd im heutigen und im Bamberg von 1632 spielt und den Leser somit auf eine fantastische Reise in die Vergangenheit entführt.

Bei vielen Büchern stört mich der Einstieg, der des Öfteren eher unspektakulär, langatmig und wenig fesselnd ist. Oft dauert es, bis die Geschichte richtig anläuft und ich mich darin versenken kann. Bei „Purpurmond“ war das überhaupt nicht der Fall: Von Beginn an ist man gefesselt und kann sich in die Geschichte fallen lassen. Schon das Geschehen um Cats Mitschülerinnen ist interessant, denn man kann sich sehr gut in Cats Situation versetzen. Der lockere Schreibstil macht den Einstieg ebenfalls leicht.

Mit Caitlin und Dorothea spielen zwei ganz unterschiedlich geprägte, aber im Herzen ähnliche Mädchen die Hauptrollen der Geschichte. Während Cat frech ist und eine ziemlich große Klappe hat, handelt Dorothea eher besonnen, folgt aber ihrem Herzen, was sie in große Schwierigkeiten bringt. Doch die beiden haben auch eine ganze Menge gemeinsam: Sie sind starke, junge Frauen, die ihr Leben in die Hand nehmen, gegen alle Hindernisse, sodass man sie früher oder später ins Herz schließt.

Die Sprache des Romans, besonders die Cats, ist sehr umgangs- und jugendsprachlich, was missfallen  kann, wenn man auf eher gepflegte Sprache Wert legt. Mich hat das jedoch nicht so sehr gestört, da ich es interessant finde, wie unterschiedlich Sprache sein kann. Besonders deutlich wird Cats Sprachstil, wenn sie auf die Menschen des 17. Jahrhunderts trifft. Da musste ich immer wieder schmunzeln. Allerdings stören mich die vielen Vergleiche. Manchmal war es mir einfach zu viel “als ob, als wäre, wie,…”. Viele waren sehr lustig und anschaulich, aber die Menge wurde mir an einigen Stellen zu viel.

Die Liebesgeschichten der beiden Mädchen stehen in „Purpurmond“ nicht im Vordergrund, diesen Platz nehmen der Versuch des Lösens des Fluchs und die Hexenverbrennungen ein. Doch die Gefühle scheinen immer wieder durch und verleihen der Geschichte einen romantischen Schimmer.

Besonders gefiel mir, dass die Geschichte kein abruptes Ende hat, sondern einen angenehmen und interessanten Ausklang, der einem die Figuren noch näher bringt. Die Mischung aus Fiktion und Realität ist zudem so eng gewoben, dass beides verschmilzt. Die anschließende Erklärung, was erfunden und was wirklich geschehen ist, war sehr interessant zu lesen.

„Purpurmond“ ist insgesamt eine lesenswerte, fesselnde und mitreißende Geschichte!

Vielen Dank an lovelybooks, den PAN-Verlag und Heike Eva Schmidt für das Leserundenexemplar!

352 Seiten

PAN

“Purpurmond” auf Amazon


Die Sommerferien neigen sich dem Ende zu und Vladimirs Probleme und Sorgen werden immer größer: Der Vampirjäger Joss zieht mit seinen Eltern nach Bathory um seinen Auftrag endgültig zu erfüllen: Er will alle Vampire der Stadt pfählen. Dann hängt Vlad noch immer an Meredith, von der er sich erst vor Kurzem trennen musste, auch das heimliche Bluttrinken von der hübschen Snow belastet sein Gewissen. Zu all diesen Problemen kommt noch Ottis‘ anstehender Prozess, der unter keinem guten Stern steht.

Der vierte Teil der Vladimir-Tod-Reihe der US-amerikanischen Autorin Heather Brewer hat es in sich: Vladimir steht vor einem Haufen Probleme, die seine Familie, seine Liebe und sein Leben bedrohen…

Der Einstieg in diesen Vladimir-Tod-Band viel mir etwas schwer. Es wurde viel über Vlads Sorgen geredet und darüber, was bald geschehen wird. Allerdings passierte recht wenig, sodass sich der Anfang etwas in die Länge zog.

Das ändert sich jedoch grundlegend als Joss in die Stadt zieht. Der erste Schlag gegen Vlad lässt nicht lange auf sich warten, denn Joss bändelt mit Meredith an. Dann verbündet er sich noch mit der Nervensäge Eddie, die sich als unberechenbar erweist.

Joss ist eine sehr interessante Figur. Teile der Geschichte werden aus seiner Sicht geschrieben, sodass man ihn besser kennenlernt. Doch nicht nur seine negativen Seiten spielen eine Rolle. Er wird, genau wie Ottis, vielschichtig beschrieben. Außerdem erfährt man interessante Details aus der Vergangenheit beider Figuren. Auch Vikas ist in diesem Band wieder mit von der Partie.

Während der ganzen Geschichte spürt man bereits: Es geht aufs Ende zu. Die Stimmung ist bedrückt, aber nicht erdrückend. Ein neuer, interessanter Vampir bereitet Vlad Unbehagen und bringt überraschende Informationen mit sich. Viele unvorhersehbare Wendungen machen die Geschichte spannend, schockierend und überraschend, sodass das Ende der Reihe überhaupt nicht abzusehen ist.

Der Schreibstil ist wie immer erfrischend, flüssig und brachte mich, trotz der gedrückten Stimmung, oft zum Schmunzeln.

Der vierte Vladimir-Tod-Band „Vladimir Tod kämpft verbissen“ erweist sich nach dem schleppenden Beginn als äußerst spannend, überraschend und gefährlich. Ich bin sehr gespannt und besorgt, wie es wohl mit Vlad ausgeht. Der letzte Band wird ungefähr im Juli erscheinen.

Vielen Dank an Lies und Lausch und den Loewe-Verlag für das Leserundenexemplar!

Rezension zu Vladimir Tod Band 1

Rezension zu Vladimir Tod Band 3

304 Seiten

Loewe

“Vladimir Tod kämpft verbissen” auf Amazon

Oster-Blogger Ei :)


Ich habe gerade auf Sarahs Blog “Lesen bildet” eine tolle Aktion entdeckt:

Osterferien mit Thomas Cook

Wenn man auf das Ei klickt, gelangt man zur Thomas Cook Seite. Dort kann man ab 9. April tolle Preise gewinnen. Für das Bloggen des Eis bekommt man außerdem einen 10€ Amazon-Gutschein :)


Floras Familie ist schon etwas seltsam: Besuche von Freundinnen und Freunden in der elterlichen Wohnung sind strengstens verboten, der Vater lebt für seine Fische und ist immer fürchterlich zerstreut. Außerdem versteht die Haushälterin mehr von verschiedenen Kampfsportarten als vom Haushalt. Als eines Tages ein Austauschschüler bei Flora einzieht, ist ihr klar: Etwas stimmt nicht! Wie recht sie damit hat, zeigt sich nachts: Floras erfährt, dass ihre Seele jede Nacht in die Schattenwelt nach Eisenheim wandert. Dort hatte ihre Seele bisher ein Eigenleben geführt, an das sich Flora erst nach und nach erinnern kann. Zu allem Überfluss hat ihre Seele einen mächtigen, alchemistischen Stein gestohlen, hinter dem alle möglichen Leute her sind.

„Stadt aus Trug und Schatten“ ist der Debütroman der deutschen Schriftstellerin Mechthild Gläser und der spannende Auftakt zu einer Trilogie zwischen Schattenwelt und Wirklichkeit…

Die Idee des Romans ist sehr interessant und spannend und lässt sich in zwei Fragen zusammenfassen: Was macht unsere Seele während des Schlafes? Führt sie ein eigenes Leben, von dem wir nichts wissen? In „Stadt aus Trug und Schatten“ ist genau dies der Fall, doch nur wenige Menschen wissen vom Doppelleben ihrer Seele.

Eisenheim, die Stadt in die alle Seelen des Nachts wandern, wird dabei wunderbar als farbloser, andersartiger aber teilweise auch ähnlicher Ort gegenüber der wachen Welt beschrieben. Durch schöne, ausführliche und einfallsreiche Schilderungen wird diese geheimnisvolle Stadt vor den Augen der Leser sichtbar und lebendig.

Flora, die 17-jährige Protagonistin, fällt aus allen Wolken, als sie von der Existenz Eisenheims erfährt. Sympathisch war sie mir anfangs nicht: Sie ist ziemlich zickig, reagiert aufbrausend und kann ihre Zunge nicht zügeln. Doch sie entwickelt sich im Laufe der Geschichte und wächst über sich hinaus: Sie erweist sich als mutig und ehrlich, sodass sie dem Leser doch ans Herz wächst.

Marian, der mysteriöse Austauschschüler, ist schwerer zu durchschauen. Flora und der Leser wissen oft nicht, was ihn beschäftigt, welche Motive ihn antreiben und welche Ziele er verfolgt. Bis zum Ende überrascht er Flora immer wieder – positiv, als auch negativ. Wie auch viele der anderen Personen kann man auch ihn nur schwer einschätzen, auch wenn er äußerst sympathisch wirkt.

Der einzige Kritikpunkt der Geschichte liegt für mich in der Beziehung zwischen Flora und Marian: Sie ist von Aufs und Abs durchzogen. Doch wenn man im Verlauf der Geschichte erfährt, welchen Grund das hat (diesen verrate ich an dieser Stelle jedoch nicht), wirkt dieser eher konstruiert, als müsste die Beziehung unbedingt kompliziert sein. Dadurch empfand ich das Ende als etwas unbefriedigend. Vielleicht ändert sich dies noch in den folgenden Bänden.

„Stadt aus Trug und Schatten“ hat mich durch die fantastische und „träumerische“ Idee begeistert, die Kritikpunkte leisten dem keinen Abbruch. Viele überraschende Wendungen lassen das Ende nicht erahnen, sodass die Geschichte bis zum Schluss gefährlich, romantisch und spannend bleibt.

Vielen Dank an lovelybooks und den Loewe-Verlag für das Leserundenexemplar!

loewe

412 Seiten

“Stadt aus Trug und Schatten” bei Amazon


“Das Böse im Sinne einer frei entscheidbaren Handlung, die anderen oder auch uns selbst Schaden zufügt, ist ein Bestandteil unseres täglichen Lebens.”

Seit Doro ihren kleinen Bruder tot aufgefunden hat, wird sie von Halluzinationen verfolgt. Sie war deshalb in der Psychiatrie, doch nun geht es ihr wieder besser, denkt sie. Als Doro mit ihrer Mutter aufs Land zieht, glaubt sie an einen Neuanfang, bis sie eines Nachts im Garten einen abgemagerten und um Hilfe bittenden Jungen sieht. Doch außer ihr hat ihn niemand gesehen und ein paar Tage später erfährt Doro, dass der Junge einige Tage zuvor Selbstmord begangen hat. Kann Doro sich selbst noch trauen oder hat sie sich alles nur eingebildet? Was ist Realität und was Halluzination?

Mit seinem ersten Jugendbuch „Mein böses Herz“ hat der erfolgreiche Thriller-Autor Wulf Dorn („Trigger“) einen überaus spannenden Psycho-Thriller um die 16-jährige Doro geschrieben, denn diese will sich nicht damit abfinden, dass der Junge eine Halluzination gewesen sein soll. Doch die Suche nach der Wahrheit ist gefährlicher als erwartet…

Was ist wirklich und was ist halluziniert? Diese Frage beschäftigt Doro und den Leser die ganze Geschichte über und macht sie sehr spannend, denn woran erkennt man, ob etwas in Wirklichkeit oder nur im eigenen Kopf existiert? Doro hat zwar Strategien zur Unterscheidung gelernt, doch ein Rest Zweifel bleibt immer. Bis zum Ende kann man keine sichere Antwort auf diese Frage finden und ist immer wieder hin- und hergerissen. Als Leser erlebt man hautnah, wie schrecklich es sich anfühlt, nicht einmal sich selbst vertrauen zu können und wie schwer die Zweifel anderer Personen auf einem lasten.

Doch Doro ist ein starkes Mädchen, die sich nach und nach ihren Ängsten und Halluzinationen stellt. Wenn man miterlebt, wie Furcht einflößend diese sein können, merkt man, dass dies sehr viel Mut erfordert. Egal was passiert, Doro lässt sich nicht unterkriegen. Dadurch war sie mir von Beginn an sehr sympathisch. Außerdem ist sie Synästhetikerin. Sie sieht bzw. empfindet zu Personen, Gerüchen und anderen Sinneseindrücken Farben. Dies gibt der Geschichte noch eine ganz eigene, interessante Erlebensebene, sodass man sich vieles noch besser vorstellen kann. Außerdem ist es spannend in die Rolle eines Synnies zu schlüpfen und die Welt mit einer zusätzlichen Wahrnehmungsebene zu erleben.

Die Geschichte ist von Anfang bis Ende atmosphärisch sehr dicht. Die Stimmung reicht von spannend, traurig, sehr gruselig bis romantisch, lustig und einfach angenehm, sodass eine ganze Gefühlspalette angesprochen wird. Durch den flüssigen und anschaulichen Schreibstil lässt sich die Geschichte sehr gut lesen. Der Sog, den die Geschichte ausübt, wird so groß, dass man das Buch gar nicht mehr aus der Hand legen kann und möchte.

Zusammenfassend kann ich sagen, dass mir die Geschichte ausgesprochen gut gefallen hat. Die Mischung aus Thriller, Psychiatrie, den vielen unterschiedlichen Gefühlen und dem Thema Synästhesie war atemberaubend spannend. Eine Geschichte, die gleichermaßen berührt und fesselt!

Vielen Dank an Lies und Lausch und den cbt-Verlag für das Leserundenexemplar!

416 Seiten

cbt

“Mein böses Herz” bei Amazon


Altruan – die Selbstlosen

Candor – die Ehrlichen/Freimütigen

Ken – die Gebildeten/Wissenden

Amite – die Freundlichen/Friedfertigen

Ferox – die Furchtlosen

Zwischen diesen fünf Fraktionen muss sich Tris entscheiden. Es ist eine schwerwiegende Entscheidung, die für das ganze Leben gilt, denn die Fraktion ist die Familie. Fraktion vor Blut.

Doch die Entscheidung fällt Beatrice schwer und auch der Eignungstest, der eigentlich dabei helfen soll, die passende Fraktion zu wählen, ist nicht eindeutig. Beatrice entschließt sich schließlich, zu den Ferrox zu wechseln, doch dort wird ihr das Leben nicht leicht gemacht. Ständig muss sie sich beweisen und gerät in gefährliche Konflikte. Doch auch der Eignungstest und dessen ungeahnte Konsequenzen lassen sie nicht los…

Der Roman „Die Bestimmung“ der US-amerikanischen Autorin Veronica Roth  ist der Auftakt einer spannenden Trilogie um die 16-jährige Beatrice.

Anfangs lernt man Beatris, genannt Tris, mit allen ihren Zweifeln kennen. Sie ist bei den Altruan, die sich für ihre Mitmenschen quasi aufopfern, aufgewachsen und weiß nicht, ob dies wirklich das Leben ist, das sie führen möchte. Doch wenn sie zu einer anderen Fraktion wechselt, verliert sie ihre ganze Familie.

Man fühlt diese innere Zerrissenheit förmlich und kann sich gut in Tris Lage hineinversetzen. In ihrer ehrlichen und schließlich auch entschlossenen Art war sie mir gleich sympathisch. Die ganze Zeit lang fühlt man deshalb mit ihr: Man leidet, kämpft, trauert und liebt zusammen mit Tris, denn sie hat viel durchzustehen. Manche Ereignisse sind regelrecht grausam und zeigen, was Furchtlosigkeit bedeutet, nicht bedeutet oder nicht bedeuten sollte.

Die Charaktere sind sehr interessant ausgearbeitet, denn sie haben sowohl gute als auch schlechte Seiten, die man erst im Laufe der Geschichte entdeckt. Überraschende und schockierende Wendungen machen den Roman bis zum Ende außerordentlich spannend und undurchschaubar.

Die Geschichte spielt im zukünftigen Chicago, das durch einen bewachten Zaun von der Außenwelt abgeschnitten ist. Dahinter liegen ein paar Felder der Amite. Doch was noch weiter hinten liegt und wofür der Zaun gut ist, bleibt unbekannt. Ebenso erfährt der Leser nicht, was zur Spaltung der Gesellschaft in die fünf Fraktionen geführt hat. Im Mittelpunkt steht Tris Leben und die Initiationszeit bei den Ferrox. Dieser Schwerpunkt wurde offensichtlich ganz bewusst gewählt und sehr interessant, mitreißend und spannend gestaltet. Man lernt das dystopische Chicago also so kennen, wie Tris es erlebt. Vielleicht rücken in den nächsten beiden Teilen andere Aspekte, wie das wie? und warum? in den Vordergrund.

Ein einziges kleines Manko war für mich die Theorie um die Unbestimmtheit. Sie erschien mir etwas schwammig und unlogisch, doch um nicht zu viel zu verraten, möchte ich an dieser Stelle nicht ins Detail gehen.

 „Die Bestimmung“ ist ein absoluter Pageturner, der mich von der ersten bis zur letzten Seite gefesselt hat. Dabei wirft das Buch eine sehr interessante Frage auf: Kann eine Gesellschaft funktionieren in der Mut, Friedfertigkeit, Selbstlosigkeit, Ehrlichkeit und das Streben nach Wissen getrennt voneinander existieren bzw. angestrebt werden?

Leseprobe: Klick!

Vielen Dank an den cbt-Verlag für das Rezensionsexemplar!

480 Seiten

cbt

Erscheinungstermin: 19. März 2012

“Die Bestimmung” auf Amazon



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