„Ein Haus ohne Bücher ist arm, auch wenn schöne Teppiche seinen Boden und kostbare Tapeten und Bilder die Wände bedecken.“ Hermann Hesse


Nach fünf Jahren ist Bartimäus zurück!

In seinem neusten bzw. ältesten Abenteuer muss Bartimäus, nach äußerst ungebührlichem Verhalten, als Strafe dem fürchterlichen Khaba dienen. Der ist für seine Grausamkeit und magische Stärke berüchtigt. Außerdem versucht die junge Asmira um ihr Land zu retten, einen lebensgefährlichen Auftrag auszuführen, bei dem der Dschinn eine unfreiwillige Rolle spielt.

In „Bartimäus – Der Ring des Salomo“ erzählt Jonathan Stroud eine Geschichte, die lange vor Nathanaels Zeit spielt, nämlich um 950 v. Chr., als König Salomo mit der Kraft eines mächtigen Ringes über Jerusalem herrschte.

Der vierte Band um den frechen und liebenswürdigen Dschinn Bartimäus weckte große Erwartungen bei mir. Ich war von den ersten drei Bänden begeistert und gespannt, ob der neue genauso spannend, humorvoll, und einfach locker und lustig ist.

Bartimäus erscheint, wie wir ihn kennen und lieben: mit spitzer Zunge, frechen Sprüchen und immerwährenden Appetit auf Zauberer, die sich nur den kleinsten Versprecher erlauben. Auch die Fußnoten kommen nicht zu kurz und bieten bissige Bemerkungen und interessante Informationen über die Welt der Zauberer und Geister.

Mit Asmira als Protagonistin, neben dem Dschinn, konnte ich mich auch relativ gut anfreunden. Sie ist jung, mutig, eine ausgezeichnete Kämpferin und tut alles, was ihre Königin von ihr verlangt. Ich fieberte mit ihr mit, denn ihr Auftrag ist wahrlich schwierig und gefährlich.

Die Kulisse, die der Autor für Bartimäus‘ viertes Abenteuer wählt, fand ich sehr interessant und schön. Stroud schafft es, dass durch detaillierte Beschreibungen die Stadt und besonders der Palast des Salomo, vor dem Auge des Lesers auftauchen. Die Atmosphäre der Wüste hüllte mich während des Lesens ein und die sengende Sonne brannte beinahe auf meiner Haut. Ein gelungenes Ambiente!

Einzig den Anfang empfand ich als etwas zäh. Man lernt erst einmal die ganzen Personen kennen und es wird ziemlich schnell klar, in welche Richtung sich die Geschichte entwickeln wird. Doch sonst passiert nicht sonderlich viel. Aufgelockert wird dieser schleppende Beginn zum Glück durch die Kommentare des Dschinns und seinen Einfallsreichtum an Figuren und Personen, in die er sich verwandelt und seine Beschwörer dadurch zur Weißglut und die Leser zum Schmunzeln bringt.

Überraschende Wendungen gab es wenige, doch trotzdem war die Geschichte nicht durchschaubar. Hatte sie einmal an Spannung aufgenommen, blieb diese auch bis zum Ende bestehen.

Insgesamt hat mir „Bartimäus – Der Ring des Salomo“ gut gefallen. Bartimäus hat nichts an Witz und Charme verloren, so dass das Buch ein spannender Lesespaß für Groß und Klein ist.

Vielen Dank an Stefanie Leo von Bücherkinder für das Rezensionsexemplar!

cbj

480 Seiten

„Bartimäus – Der Ring des Salomo“ auf amazon

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