„Ein Haus ohne Bücher ist arm, auch wenn schöne Teppiche seinen Boden und kostbare Tapeten und Bilder die Wände bedecken.“ Hermann Hesse


Als Sarah Dustin das erste Mal sieht, ist es als würde ihr Herz ihren Körper verlassen und zu ihm schweben. So etwas hat sie noch nie gespürt. Was hat das zu bedeuten? Sarah fühlt sich von dem Jungen mit den dunklen Augen angezogen und auch er schaut sie auf eine Art an, die sie im Innersten berührt. Doch was hat May, Sarahs Freundin, bloß gegen den geheimnisvollen Dustin?

Alice Moon erzählt im ersten Band der „Blood Romace“ Reihe, der den Titel „Kuss der Unsterblichkeit“ trägt, den Beginn der Geschichte zwischen Sarah und Dustin, deren Liebe die beiden für immer glücklich machen oder auf ewig verfluchen könnte.

Das schöne Cover machte mich neugierig das Buch zu lesen. Der Spotlack, mit dem die schwarzen Rosenranken aufgetragen sind, steht in einem schönen Kontrast zur violetten Farbgestaltung des Covers und die Rosen, die an den Seiten des Buches aufgetragen sind, wirken ungewöhnlich und interessant.

Die Geschichte um Sarah und Dustin lässt sich eigentlich ganz gut lesen, denn der Schreibstil der Autorin ist flüssig und es gibt einige geheimnisvolle, verwirrende oder romantische Momente, doch der eigentlichen Geschichte fehlt meiner Meinung nach die Besonderheit und Einzigartigkeit, die das Buch von anderen des Genres unterscheidet.

Man könnte die Geschichte auch so zusammenfassen: Ein eher unscheinbares, aber eigentlich wunderschönes Mädchen verliebt sich unsterblich in einen geheimnisvollen, vielleicht gefährlichen jungen Mann, der ihre Liebe auch erwidert, aber ihr aus bestimmten Gründen nicht nah sein darf…

Mir kam der Inhalt so grob zusammengefasst bekannt vor. Nun kann man aber auch aus einem häufiger bearbeiteten Thema immer noch eine besondere Geschichte machen, was erklärt, warum es so viele verschiedene Vampir-Bücher bzw. Reihen gibt. Dazu müsste man der Geschichte aber irgendetwas Außergewöhnliches verleihen, wie besondere Charaktere, eine spannende, unerwartete Geschichte oder eine fantastische Umgebung.

Bei „Kuss der Unsterblichkeit“ war davon, leider nicht so viel zu finden. Von Anfang an ist klar, dass Dustin kein „normaler“ Junge ist, doch was er genau ist, ahnt man relativ schnell. Sarah hatte ihre eigene tragische Geschichte, deren Ausmaße dem Leser Stück für Stück enthüllt werden. May, Sarahs vielleicht beste Freundin, ist die einzige Figur, deren Motive undurchsichtig sind. Insgesamt fand ich die Geschichte daher eher vorhersehbar.

Ein anderer Punkt, der mich störte, war, dass immer wenn sich Dustin an eine geheimnisvolle Frau aus seiner Vergangenheit erinnerte, die Wörter SIE, IHR, IHRE, DU und DICH großgeschrieben wurden. Auf mich wirkt das, als schreie der Charakter, der gerade denkt oder spricht, sodass es meinen Lesefluss störte, wenn in zwei Sätzen mitunter fünf solcher Wörter standen. Zum Glück gab es nicht so viele dieser Passagen.

Insgesamt ist „Kuss der Unsterblichkeit“ für mich eine Geschichte, die man nebenbei mal lesen kann, aber nicht muss. Der Schreibstil ist, abgesehen von „SIE“, flüssig, wodurch sich Geschichte relativ schnell lesen lässt.

Vielen Dank an den Loewe-Verlag für die Bereitstellung, des Rezensionsexemplars!

285 Seiten

Loewe

„Blood Romance 01. Kuss der Unsterblichkeit“ auf amazon.de

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