„Ein Haus ohne Bücher ist arm, auch wenn schöne Teppiche seinen Boden und kostbare Tapeten und Bilder die Wände bedecken.“ Hermann Hesse


Colby wird von ihren Eltern auf eine kleine Insel nach Griechenland geschickt, zu ihrer verrückten Tante und ohne Internetanschluss!! Ausgerechnet jetzt, als sie es geschafft hat Amandas „Freundin“ zu werden und der beste Sommer ihres Lebens vor der Tür stand. Auf Tinos, der kleinen griechischen Insel,  fühlt sich Colby einsam und findet das Leben dort schrecklich hinterwäldlerisch. Doch als sie Yannis kennenlernt scheint alles doch nicht mehr so furchtbar…

Alyson Noel erzählt in „Hibiskussommer“ die wunderschön romantische Geschichte eines Sommers, der so viel mehr birgt, als zu nächst erwartet.

Die siebzehnjährige Colby hat es im Moment nicht leicht, weil sich ihre Eltern trennen, wird sie einfach fortgeschickt. Während des Lesens erlebt man ihren ganzen Schmerz, die Trauer und vor allem die Wut mit, die sie dabei empfindet. Anfangs verhält sich Colby vor allem trotzig. Sie meckert an allem herum und sieht nur die schlechten Seiten. Das ging mir während des Lesens ziemlich auf die Nerven. Colby schien unreif und nur auf Äußerlichkeiten und Status bedacht.

Doch ganz, ganz langsam ändert sich dies und Colby beginnt zu sehen, dass Tinos vielleicht doch nicht so furchtbar ist, wie zuerst angenommen. Diesen Erkenntnisprozess mitzuerleben war sehr spannend, denn die Autorin beschreibt die vielen kleinen Situationen sehr sanft und liebevoll, sodass ich mich irgendwann doch in Colby einfühlen konnte. Man versteht dann auch, warum sie ist, wie sie ist, denn nach und nach erzählt sie ihrem Tagebuch, was in den letzten Wochen zu Hause passierte.

Die ganze Geschichte ist aus einer sehr interessanten Perspektive geschrieben, denn der Leser liest immer nur das, was Colby geschrieben hat. Mal ist es ein Brief an die Eltern, ein Blogeintrag, eine Notiz an ihre Tante. Oft sind es Tagebucheinträge, in denen sie beschreibt, was sie erlebt hat. So muss man sich während des Lesens zusammenreimen, was zwischen den Einträgen passiert ist. Das fällt aber durch Colbys schöne Beschreibungen und Erzählungen nicht schwer und ist spannend zu lesen.

Während man das Buch liest, wird auch klar, warum die Geschichte den wohlklingenden Titel „Hibiskussommer“ trägt, der mich sehr neugierig machte.

Die ganze Erzählung um Colby ist in einem herrlich leichten Schreibstil geschrieben, der sehr gut zu einem siebzehnjährigen Mädchen passt und sich wunderbar lesen lässt. Ich konnte mir die kleinen weißblauen Häuser, das Meer und die Menschen sehr gut vorstellen und verspüre große Lust mich auf eine kleine, griechische Insel zu begeben…

Colby lernt während dieses besonderen Sommers wer und was im Leben wirklich wichtig ist. Außerdem ist „Hibiskussommer“ wunderbar romantisch und lässt Platz zum Träumen. Eine gelungene Mischung!

4,5

Vielen Dank an den cbj-Verlag für die Bereitstellung eines Rezensionsexemplars!

cbj

256 Seiten

„Hibiskussommer“ auf amazon

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