„Ein Haus ohne Bücher ist arm, auch wenn schöne Teppiche seinen Boden und kostbare Tapeten und Bilder die Wände bedecken.“ Hermann Hesse


Wilke_HolundermondNele macht gerade eine schwere Zeit durch, denn ihre Eltern haben sich vor Kurzem getrennt. Um ihrem Vater (Jan) nahe zu sein, schleicht sich das 12-jährige Mädchen in dessen Auto und fährt heimlich mit nach Wien. Dort soll Jan eine Serie geheimnisvolle Diebstähle in Kirchen aufklären. Als Nele sich das hiesige Kloster mit ihrem neuen Freund Flavio ansieht, ahnt sie noch nicht, welche Geheimnisse sich hinter den dicken Klostermauern verbergen…

Jutta Wilke erzählt in ihrem Buch „Holundermond“ die Geschichte von Nele und Flavio, die gemeinsam ein großes und gefährliches Abenteuer erleben.

Von Anfang an konnte ich mich in Nele hineinversetzen, denn die Autorin beschreibt sehr schön bzw. traurig, wie sich das Mädchen fühlt. Ich denke, auch jüngere Leser können sich mit Nele identifizieren, denn sie ist sympathisch und wird mit ihren Problemen und ihrem Verhalten sehr authentisch dargestellt.

Außerdem beschreibt Jutta Wilke das Kloster, den Naschmarkt und die anderen Schauplätze sehr anschaulich, sodass man sich gut vorstellen kann, wo der Roman spielt und wie alles aussieht. Die Geschichte ist sehr spannend und steckt voller Rätsel, die zu einem großen und sehr mysteriösen Geheimnis gehören. Spannung und Rätsel kommen ohne Gewalt und Brutalität aus, sodass die Geschichte auch für Kinder ab 10 Jahren geeignet ist. Trotzdem können auch Erwachsene „Holundermond“ lesen, denn die Autorin schreibt nicht zu kindlich, sondern in einem leichten Erzählstil, der sich sehr angenehm liest.

Ganz nebenbei werden einige geschichtliche Fakten vermittelt und außerdem lernt man Kloster, Gemälde mit ihren Symbolen und Hintergründe dazu kennen, was ich sehr interessant fand.

Insgesamt ist „Holundermond“ ein spannender, kurzweiliger Krimi mit mystischen Elementen, der für Kinder und Erwachsene gleichermaßen geeignet ist.

4,5

Vielen Dank an den Coppenrath-Verlag, für die Bereitstellung des Rezensionsexemplars! Außerdem hat der Verlag einen Plan des Klosters, ein Bild des Gemäldes, das eine große Rolle in der Geschichte spielt, einen kleinen Plan von Wien mit den wichtigsten Schauplätzen und ein kleines schwarzes Notizbuch (wer „Holundermond“ gelesen hat, wird wissen, was es damit auf sich hat) dem Buch beigelegt. Vielen Dank für diese tolle Überraschung, es hat die Geschichte perfekt ergänzt!

Coppenrath

320 Seiten

„Holundermond“ auf amazon.de

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