„Ein Haus ohne Bücher ist arm, auch wenn schöne Teppiche seinen Boden und kostbare Tapeten und Bilder die Wände bedecken.“ Hermann Hesse


Tief in der Wüste Afrikas liegt ein Geheimnis verborgen. Es wird seit Jahrhunderten von den Einheimischen bewacht und gefürchtet…

Nachdem Richard Bellheim, ein alter Freund Humboldts und bekannter Völkerkundler, von einer Forschungsreise aus Afrika heimkehrt, verhält er sich äußert merkwürdig. Er ist verwirrt, vergesslich, erkennt alte Freunde nicht mehr und scheint wie eine Kopie seiner selbst. Um herauszufinden, was mit Bellheim nicht stimmt, machen sich Humboldt, Oskar, Charlotte, Eliza und die Kiwidame Wilma auf die Reise nach Afrika. Sie ahnen noch nicht, was es mit dem „Gläsernen Fluch“ für eine schreckliche Bewandtnis hat.

Auch im dritten Abenteuer der Weltensucher Chroniken „Der gläserne Fluch“ ist Thomas Thiemeyer wieder eine außergewöhnliche und fantastisch abenteuerliche Geschichte gelungen.

Von Anfang an fesselt einen das Buch, denn man befindet sich sofort im Geschehen. Schon auf den ersten drei Seiten ist die Geschichte spannend und dramatisch, ein Vorgeschmack auf das restliche Buch.

Nachdem Einstieg geht es dann erst einmal ruhiger weiter, was ich auf der einen Seite sehr schön finde, denn man lernt das ungewöhnliche Familienleben im Hause Humboldt kennen: Oskar, der sich beim Lateinunterricht langweilt, seine Freunde, die jetzt auch im Haus wohnen und Charlotte, die ihre ganz eigenen Probleme hat. Auf der anderen Seite möchte man natürlich wissen, was es mit dem geheimnisvollen Anfang auf sich hat, sodass man immer weiter und weiter liest um das Rätsel zu lösen.

Es tauchen immer neue Ungereimtheiten, seltsame Vorfälle, Verbrechen und überraschende Wendungen auf, sodass die Geschichte die ganze Zeit über spannend bleibt. Außerdem begegnet man alten Bekannten aus den ersten beiden Bänden, dem Fotografen Harry Boswell und dem Reporter Max Pepper, die mir sehr sympathisch waren.

Bis zum Ende bleibt es geheimnisvoll und spannend, vor allem für Oskar, für den dieses Abenteuer besonders schwer ist. Im Vergleich zu den anderen Bänden ist er etwas reifer geworden. Es ist interessant zu sehen, wie sich die Charaktere entwickeln.

Thomas Thiemeyers Schreibstil ist wie immer wunderbar flüssig. Einmal begonnen möchte man am liebsten nur noch weiterlesen, denn die Mischung aus Abenteuerroman, Mystik, Reiseroman, ein bisschen Romantik, ganz viel Spannung und vielen interessanten Informationen macht dieses Buch zu einem ganz besonderen Erlebnis. Man kann wunderbar im späten 19. Jahrhundert versinken und alles um sich herum vergessen. Das ist besser als Kino, denn man erlebt dieses fantastische Abenteuer quasi live mit, fühlt beinahe Oskars Schmerzen, die Trockenheit und die sengende Sonne der Wüste.

Obwohl ich das Buch schon vor über zwei Wochen gelesen habe, muss ich oft daran zurückdenken, wie toll das Abenteuer doch war, und frage mich, wie es wohl weitergeht mit unseren fünf Abenteurern. Besonders das Ende war gelungen und lässt uns gespannt warten, wie es weitergeht, in vielerlei Hinsichten…

5

Rezension zu „Die Chroniken der Weltensucher 1 – Die Stadt der Regenfresser“

Rezension zu „Die Chroniken der Weltensucher 2 – Der Palast des Poseidon“

Rezension zu „Die Chroniken der Weltensucher 4 – Der Atem des Teufels“

Vielen Dank an den Loewe-Verlag, für die Bereitstellung eines Rezensionsexemplars!

Loewe

480 Seiten

„Die Chroniken der Weltensucher – Der gläserne Fluch“ auf amazon

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Kommentare zu: "„Die Chroniken der Weltensucher – Der gläserne Fluch“ von Thomas Thiemeyer [Rezension]" (3)

  1. Ohh! Ich höre gerade von Teil 1 das Hörbuch! Habe bisher genau die Hälfte (zumindest an CD’s) und bin begeistert! Da alle so begeistert sind von dieser Trilogie, bin ich guter Hoffnung, dass auch die Fortsetzungen so schön sein werden!!! ;)
    Herzliche Grüße,
    Charlousie

    • Jaa. Die Bücher machen wirklich süchtig :-) Die werden dir bestimmt auch gefallen, denn jedes Buch ist irgendwie was Besonderes. Hoffentlich schreibt Thomas Thiemeyer noch viele weitere Bände!
      Liebe Grüße
      Jule

  2. […] « „Die Chroniken der Weltensucher – Der gläserne Fluch“ von Thomas Thiemeyer | […]

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