„Ein Haus ohne Bücher ist arm, auch wenn schöne Teppiche seinen Boden und kostbare Tapeten und Bilder die Wände bedecken.“ Hermann Hesse


Arrow war schon immer anders als die anderen Kinder, die im Dorf leben. Sie hat viele Geheimnisse vor ihren Freunden und es gibt noch viel mehr Geheimnisse, von denen selbst Arrow nichts ahnt.

Als sie eines Nachts von ihrem Vater in den Wald geführt wird, verändert sich ihr ganzes Leben. Ihr Vater öffnet vor ihren Augen den Eingang in das Paradies. Arrow ist fasziniert von den vielen Wesen, die es gibt und von der Schönheit und der Andersartigkeit dieser Welt.

Doch bald ändert sich Arrows Leben erneut. In einer vom Winter regierten Welt findet sie sich wieder, ohne Gedächtnis und ohne Vergangenheit.

In „Winterwelt“ erzählt Nicole Bulgrin die Geschichte eines jungen Mädchens, das erkennt, dass es auf der Welt viel mehr Wunder gibt, als es je für möglich gehalten hätte und dass manche Geschichten doch keine Märchen sind…

Das gesamte Buch ist in Eigenregie der Autorin entstanden, sogar das schöne Cover hat sie selbst gestaltet. Von solch einem Durchhaltevermögen und Entschlossenheit, alles alleine auf die Beine zu stellen, war ich schon mal begeistert. So war ich dann auch sehr gespannt auf die Geschichte, die anscheinend solch eine Faszination ausübt, dass sie auf jeden Fall erzählt werden möchte.

Und schon die ersten Seiten begeisterten mich. Zunächst lernt man die Protagonistin, Arrow, und die Welt in der sie lebt, kennen. Der Schreibstil der Autorin ist dabei angenehm zu lesen. Sie beschreibt alles sehr anschaulich. Die Geschichte spielt am Anfang des 19. Jahrhunderts und verbreitet durch den vielen Schnee und Plätzchenduft eine wunderbar heimelige Atmosphäre. Man spürt von Beginn an die Magie, die Arrow umgibt und die ihr selbst noch rätselhaft erscheint.

Doch die magische Welt lässt nicht lange auf sich warten. Einmal in sie eingetaucht, konnte ich mich ihr nicht mehr entziehen. Anfangs war ich, genau wie Arrow, überwältigt von den vielen magischen Wesen, die es dort gibt. Doch man lernt sie kennen und mögen. Besonders spannend und aufregend fand ich in diesem Zusammenhang die „Wilde Jagd“, die immer wieder beschrieben wird. Ich gruselte mich zusammen mit den zwei Frauen und sehnte den Sonnenaufgang herbei :-).

Ich fand es sehr spannend und interessant eine  Geschichte quasi „in Reinkultur“ kennenzulernen. So bemerkt man die persönliche Art der Autorin sehr deutlich, die mir sehr sympathisch war. Über manche Formulierungen wunderte ich mich zwar und der Schreibstil erschien mir nicht immer ganz rund, was aber den Gesamteindruck der Geschichte nicht stört.

Einzig Arrow hat mir so manches Mal ein Kopfschütteln entlockt, denn sie erschien teilweise über alle Maße aufopferungsbereit und perfektionistisch. Dennoch hat mich die Geschichte begeistert. Sie  übte einen so großen Sog auf mich aus, dass ich das Buch kaum mehr aus der Hand legen konnte. Vielen Figuren, wie Anne oder Keylam, sind mir richtig ans Herz gewachsen, so dass ich mich sehr auf den zweiten Teil der Trilogie freue!

Vielen herzlichen Dank an die Nicole Bulgrin und lovelybooks, für das Leserundenexemplar und das anregende, gemeinsame Lesen! Es hat mir viel Spaß gemacht.

495 Seiten

BoD

„Winterwelt“ auf Winterwelt-Fantasy

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