„Ein Haus ohne Bücher ist arm, auch wenn schöne Teppiche seinen Boden und kostbare Tapeten und Bilder die Wände bedecken.“ Hermann Hesse


Unsterbliche Geschöpfe saugen den Menschen die Seelen aus, um sie in sich selbst aufzunehmen.

Seit Adam gesehen hat, wie sein eigener Bruder ihre Eltern auf diese furchtbare Weise tötete, kennt er nur noch ein Ziel: ihn und alle diese Monster irgendwie zu vernichten. Als er Talia trifft, ahnt er, dass sie die Lösung des Rätsels sein könnte. Doch Talia wird von den Seelenlosen gnadenlos verfolgt.

Die Idee der Geschichte – ein junges Mädchen zur Hälfte Mensch, zur anderen Hälfte der Tod – hat mir zunächst sehr gefallen. So klang auch der Anfang vielversprechend: Man begegnet einer todkranken, jungen Frau, die den Tod herbeisehnt und der sie daraufhin besucht. Beide lieben sich verbotenerweise, wobei ein Kind gezeugt wird: Talia.

Dass es sich bei Talia um eine faszinierende Person handelt, kann man sich schon denken und so hat sie auch außergewöhnliche Fähigkeiten. Sie kann die Gefühle eines Menschen durch eine kurze Berührung spüren. Außerdem ist sie in der Lage den Schattenmann durch einen Schrei herbeizurufen. Eine Fähigkeit, die ihre Gabe und ihr Verhängnis gleichermaßen ist.

Schon nach den ersten Kapiteln wird sie deshalb von den seelenlosen Geschöpfen, die Geister genannt werden, gejagt – und zwar das ganze Buch über. Sie wird zwar von Adam gerettet, doch damit ist die Jagd noch lange nicht zu ende.

Die Geschichte ist sehr actionreich und hat einige erotische Szenen. Doch außer das Talia und Adam verfolgt werden und Adam Krieg gegen die Geister führt, passiert nicht viel. Ich kam mir teilweise wie in einem Kriegsfilm vor, denn ständig wurden Menschen oder Geister getötet oder verletzt. Waffen und Autos spielten eine relativ große Rolle und wurden detailreich beschrieben.

Von einem Romantic Fantasy-Roman hätte ich mir mehr Romantik und mehr Fantasy versprochen. Adam und Talia kommen sich zwar näher, doch sind es Szenen, die sich wiederholen, da beide ständig von Zweifeln geplagt werden. Die wenigen Fantasyelemente, wie das Schattenweben Talias, gehen zwischen Kugelhagel und Verfolgungsszenen unter, so dass die Handlung doch recht eintönig ist.

Der Schreibstil der Autorin lässt sich jedoch mühelos lesen, so dass die sich Geschichte zumindest schnell durchlesen lässt.

Alles in allem fand ich die Idee der Geschichte spannend und interessant, doch ist sie leider durch zu viele Actionszenen gar nicht zur Geltung gekommen.

Vielen Dank an Egmont-Lyx und lovelybooks, für das Leserundenexemplar!

381 Seiten

Lyx

„Zwielichtlande 01. Schattentocher“ auf amazon

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