„Ein Haus ohne Bücher ist arm, auch wenn schöne Teppiche seinen Boden und kostbare Tapeten und Bilder die Wände bedecken.“ Hermann Hesse


Betty ist 14 Jahre alt. Ständig passieren ihr total peinliche Sachen und weil es hilft diese aufzuschreiben und um anderen Mädels Tipps zu geben, ruft Betty ihren persönlichen Blog ins Leben: Bettys ultimativer Berater-Blog. Sie schreibt über alle möglichen Dinge, über ihren Schwarm, ihre Familie, ihre BF´s und versucht dabei u.a. rauszubekommen, warum gleichaltrige Jungs sooo albern sind…

Juma Kliebenstein erzählt im ersten Band ihrer Betty-Serie „Peinlich geht immer“ von vielen Fragen, die Mädchen beschäftigen: Wie angelt man sich seinen Schwarm? Wie kann man seine Eltern überzeugen, dass man länger wegbleiben darf? Und wie küsst man richtig? Diese und viele weitere Fragen stellt sich Betty und versucht sie für sich und ihre Leserinnen zu beantworten.

Wie der Titel verrät, dreht sich das ganze Buch um Bettys-Blog und in dieser Form ist die ganze Geschichte auch angelegt. Man kann Bettys Blogeinträge lesen und manchmal auch die Kommentare ihrer Freundinnen, so dass man während des Lesens wirklich das Gefühl hat, einem Blog im Internet zu folgen. Diese Textsorte, Blogeintrag in Buchform, war für mich etwas völlig Neues. Die Geschichte liest sich anders als Tagebücher, weil sie für andere Menschen geschrieben wurde und sich Betty direkt an diese richtet. So fühlt man sich angesprochen und denkt über die Fragen nach, die Betty ihren Lesern schreibt.

Es macht viel Spaß die Geschichte zu lesen, denn die Jugendsprache ist gut zu verstehen, wenn man sich ein bisschen mit Blog- und Chatkürzeln auskennt. Außerdem beschreibt Betty ihr Leben (und ihre Leiden) sehr unterhaltsam, man kann sich gut in sie hinein versetzen. Ihr ist zwar vieles peinlich, doch sie kann auch über sich selbst lachen, was sie sehr sympathisch macht.

Kritisch sehe ich bisher den sehr sorglosen Umgang mit persönlichen Daten im Internet. Betty schreibt auch viel über ihre Eltern und Freunde, so dass es theoretisch jeder lesen könnte. Doch die Autorin meinte, dass sich Betty da etwas überlegt hätte, was in den nächsten Bänden Thema sein wird.

Ein weiterer positiver Aspekt ist die sehr liebevolle Gestaltung des gesamten Buches. Schon das pinke Cover ist ein Vorgeschmack auf dessen Innenleben. Überall finden sich kleinere oder größere Zeichnungen, die Szenen von dem sehr lustig illustrieren, was Betty geschrieben hat. Außerdem zieren alle Seiten schöne rosa Bordüren, so dass es noch mehr so wirkt, als lese man einen Blog.

Alles in allem ist „Bettys ultimativer Berater-Blog – Peinlich geht immer“ eine unterhaltsame Geschichte über das Leben eines Mädchens, das erwachsen wird, aber kein Kind mehr ist. Ich denke viele Mädchen können sich mit Betty identifizieren und auch einige Dinge von bzw. mit Betty lernen. Aber auch „größere“ Mädchen können die Geschichte lesen, denn schließlich war jeder  einmal in der Pubertät und weiß wie chaotisch das ist.

Vielen Dank an Juma Kliebenstein, lovelybooks und Oetinger für die schöne Leserunde!

144 Seiten

Oetinger

„Bettys ultimativer Berater-Blog – Peinlich geht immer“ auf amazon

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Kommentare zu: "„Bettys ultimativer Berater-Blog – Peinlich geht immer“ von Juma Kliebenstein [Rezension]" (1)

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