„Ein Haus ohne Bücher ist arm, auch wenn schöne Teppiche seinen Boden und kostbare Tapeten und Bilder die Wände bedecken.“ Hermann Hesse


Sechs Mädchen, die unter- schiedlicher nicht sein könnten, sind auserwählt erst ihre Stadt gegen das Böse zu verteidigen und bald vielleicht auch die ganze Welt.

In Engelsfors, einer schwedischen Stadt, ist es nicht so idyllisch, wie der Name vermuten lässt. Es gibt viele Arbeitslose, manche Gegen- den sterben beinahe aus und ein Junge hat sich in der Schule das Leben genommen. Kein Wunder also, dass einige der Mädchen nach der Schule nur noch weg wollen. Doch hat sich Elias wirklich umgebracht? Seine Freundin Linnéa kann das einfach nicht glauben…

Als der Blutmond über der Stadt aufgeht, finden sich die sechs Auserwählten im alten Vergnügungspark zusammen. Diese Treffen verändert ihr ganzes Leben, denn wem können sie noch trauen?

Mit „Zirkel“, dem Auftakt der Zirkel – Feuer – Schlüssel-Trilogie, ist Sara B. Elfgren und Mats Strandberg ein Fantasykrimi der Extraklasse gelungen.

Schon der Beginn ist atemberaubend fesselnd und dramatisch. Man erlebt, wie sich Elias auf der Schultoilette umbringt. Eine merkwürdige Stimme begleitet ihn dabei, von der man nicht weiß, zu wem sie gehört und welche Absichten sie verfolgt.

Im Folgenden lernt man die Mädchen, die wirklich nicht verschiedener sein könnten, kennen: Ida ist eine hinterhältige Zicke. Anna-Karin lebt auf einem Bauernhof in der Nähe und wird von ihren Mitschülern gemobbt. Rebekka ist wunderschön und immer für andere da. Minoo gilt als Streberin, ist aber sehr unsicher und dennoch sympathisch. Linnéa ist rebellisch und Vanessa eher freizügig. Jedes Mädchen wird mit ihren eigenen Problemen, Wünschen und Talenten beschrieben. Die Erzählerfigur betrachtet die sechs immer abwechselnd, so dass man ihre Namen und Eigenheiten schnell zu unterscheiden lernt, was anfangs wegen der vielen Namen gar nicht so einfach ist. Doch sie werden einem schnell vertraut und sympathisch (zumindest fast alle), man fiebert mit ihnen mit und bangt um sie, denn das Böse ist gnadenlos…

Der Schreib- und Erzählstil ist dermaßen fesselnd, dass die Seiten nur so verfliegen. Durch die vielen Szenenwechsel entstehen packende Cliffhanger, die einen verleiten, immer weiter und weiter zu lesen. So ist die Geschichte, obwohl 608 Seiten lang, viel zu schnell vorbei.

Die Mischung aus Magie, Freund- und Feindschaft und ganz normalem Leben, mit vielen unterschiedlichen Problemen, hat mir sehr gefallen. Jeder Leser wird sich wohl in der einen oder anderen Situation wiederfinden, denn man kann den Mädchen im Laufe der Geschichte quasi in die Seele blicken. Es ist spannend zu beobachten, wie sie sich entwickeln und verändern.

Die Geschichte strotzt nur so vor Geheimnissen. Einige erahnt man mit der Zeit langsam, andere Wendungen sind völlig überraschend und viele Fragen bleiben über das Ende hinaus offen.

„Zirkel“ ist wunderbar fesselnder All-Age-Roman, der sowohl fantastische Elemente, als auch Krimianklänge aufweist. Außerdem spielen Gesellschaftskritik, Familienprobleme und das Erwachsenwerden eine Rolle. Elfgren und Strandberg ist damit der furiose Auftakt einer neuen Trilogie gelungen!

Vielen Dank an lovelybooks und den Dressler Verlag für das Leserundenexemplar!

Dressler

608 Seiten

„Zirkel“ auf Amazon

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Kommentare zu: "„Zirkel“ von Sara B. Elfgren und Mats Strandberg [Rezension]" (1)

  1. […] Rezension zu “Zirkel” (Engelfors #1): Klick! […]

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