„Ein Haus ohne Bücher ist arm, auch wenn schöne Teppiche seinen Boden und kostbare Tapeten und Bilder die Wände bedecken.“ Hermann Hesse


Savannah fühlt sich zu Tristan hingezogen, seit sie in der vierten Klasse „geheiratet“ haben. Doch seitdem ist viel passiert. Die Clann-Clique, zu der auch Tristan gehört, hasst Savannah und lässt sie das an jedem Tag spüren. Als Savannah sich zu verändert beginnt und dunkle Kräfte in ihr erwachen, erfährt sie, warum Tristan für sie verboten ist und warum der Clan sie hasst. Doch beide spüren eine innere Verbindung, die immer stärker wird. Allerdings könnte Savannah zu einer tödlichen Gefahr für den Jungen werden, den sie liebt…

„Herzblut – Gegen alle Regeln“ ist der Debütroman von Melissa Darnell und der Auftakt einer spannenden Reihe um Liebe, Magie und Blutsgeheimnisse.

Die Geschichte beginnt mit einem Ausschnitt aus dem Ende der Erzählung, wodurch der Einstieg sehr spannend und dramatisch ist. Allerdings geht es nach diesem Prolog erst einmal ruhiger weiter, denn man lernt die Protagonisten Savannah und Tristan, deren Freunde und den Schulalltag kennen, der für Savannah kein Vergnügen ist.

Sie wird vom Clann gemobbt und als „Freak“ bezeichnet. Besonders dramatisch ist diese Geschichte, weil sie mit den Leuten, die sie beschimpfen früher befreundet war und sich deren Benehmen von einem Tag auf den anderen änderte, ohne dass Savannah den Grund kennt. Diese Demütigungen mitzuerleben, ist sehr traurig, weil man quasi in Savannahs Haut steckt und merkt, wie die Beleidigungen sie verletzen. Die Mobbingsituation wird erschreckend realistisch dargestellt, was wahrscheinlich daran liegt, dass die Autorin ähnliche Erfahrungen gemacht hat, wie Savannah (das wird im Interview am Ende des Buches beschrieben).

Insgesamt ist die Geschichte interessant und spannend, auch wenn es mal wieder um Hexen und Vampire geht, denn diesmal ist die weibliche Hauptperson die gefährliche. Allerdings ist die Geschichte auch etwas vorhersehbar, da man sich schon denken kann, dass Savannah und Tristan gegen die Regeln verstoßen und dass das Konsequenzen hat…

Das Lesen aus unterschiedlichen Perspektiven (meistens liest man aus Savannahs Sicht, ab und zu aber auch aus Tristans) bietet eine angenehme Abwechslung. Außerdem erfährt man dadurch, aus welchen Motiven heraus die Personen handeln, was oft sehr aufschlussreich ist.

Der Schreibstil liest sich sehr angenehm und fesselnd. Es wird sehr klar und gradlinig erzählt, was es mir sehr leicht machte die Geschichte zu lesen. Die Atmosphäre ist dicht, geheimnisvoll und besonders am Ende auch gefährlich. An einigen Stellen zieht sich die Geschichte ein bisschen hin, was durch die Perspektivwechsel jedoch gut überbrückt wird.

„Herzblut“ hat mir ein paar schöne Lesestunden beschert, denn die Geschichte ist spannend (wenn auch manchmal vorhersehbar) und wird von sympathischen Figuren erzählt, mit denen ich gut mitfühlen konnte. Ich freue mich auf den zweiten Teil „Herzblut – Stärker als der Tod“, der im September gedruckt erscheint (das E-Book kann man bereits herunterladen).

3,5

Vielen Dank an MIRA und BdB-logo-small2 für das Rezensionsexemplar!

„Herzblut“ kann hier bestellt werden

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