„Ein Haus ohne Bücher ist arm, auch wenn schöne Teppiche seinen Boden und kostbare Tapeten und Bilder die Wände bedecken.“ Hermann Hesse

Love Letter [Rezension]


Love Letter – Ausgabe 57, Oktober 2010

Erster Eindruck:

Als ich den „Love Letter“ das erste Mal in der Hand hielt, wunderte ich mich schon ein wenig. Für 3€ fand ich ihn doch ein wenig dünn. Doch dieser Eindruck relativierte sich schon während des ersten Durchblätterns. Auf den 50 Seiten, die das Magazin umfasst, gibt es wirklich viel zu entdecken und zu lesen, wobei der Werbeanteil sehr gering bzw. fast nicht vorhanden ist.

Das Cover finde ich sehr ansprechend gestaltet, denn Richelle Mead macht sich gut als „Covergirl“ und sieht darauf sehr hübsch aus. Außerdem werden die wichtigsten Themen der Zeitschrift genannt, sodass man schon beim Blick auf die Vorderseite weiß, womit sich diese Ausgabe des „Love Letter“ beschäftigt.

Thema:

Das große Thema des „Love Letters“ im Oktober ist das Phänomen, das „All Age“, „Jugendroman“ oder „Young Adult“ genannt wird. Literatur, die eigentlich für Jugendliche geschrieben ist, aber seit einigen Jahren durch alle Altersklassen hindurch gelesen wird. Für mich persönlich ein sehr interessantes Thema, denn ich lese Jugendroman sehr gerne.

Aufbau:

Die Zeitschrift beginnt mit Neuigkeiten aus dem Bücherbereich. Neben Neuvorstellungen von verschiedenen All Age Büchern, wird auch über geplante Verfilmungen gesprochen. Es folgen viele Interviews zum Beispiel das auf dem Cover erwähnte mit Richelle Mead und eines mit Kai Meyer. Neben den Gesprächen gibt es auch verschiedenste Artikel zum Hauptthema der Zeitschrift, so beispielsweise „Pass auf deine Träume auf“ von Bettina Belitz, schön zu lesen für alle „Splitterherz“ Fans und die, die es noch werden wollen. Es folgen 15 Seiten mit Lese- und Hörtipps verschiedenster All Age Bücher, immer mit kurzer Beschreibung. Neben den romantischen Büchervorschlägen gibt es auch fantastische, historische, paranormale, Krimis, etc. Da findet sicherlich jeder Leser ein Buch, das ihm gefallen könnte. Am Ende werden noch (romantische) Filmhighlights gezeigt und der Ausblick auf die Novemberausgabe fehlt natürlich auch nicht.

Artikel:

Die vielen Beiträge, die der „Love Letter“ umfasst, sind sorgsam und liebevoll ausgewählt. Das merkt man während des Lesens, denn sie haben eine ganz eigene Intensität. Wenn die verschiedenen Autoren von ihren Büchern erzählen, spürt man, wie viel Herzblut in diesen steckt und für den Moment des Lesens eines Artikels, versinkt man schon ein Stückchen in dieser Welt. Das macht für mich etwas gut Geschriebenes aus – man vergisst für einen Moment seine Umgebung.

Highlights:

Meine Highlights im „Love Letter“ Oktober waren eindeutig das Interview mit Richelle Mead, denn ich, als begeisterte „Vampire Academy“ und „Dark Swan“ Leserin, war sehr gespannt, sowohl auf die Fragen, die ihr gestellt wurden, als auch auf die Antworten und ich wurde nicht enttäuscht. Man lernt die Autorin während des Interviews kennen, es werden interessante Fragen gestellt und macht einfach Spaß zu lesen. Richelle Mead wirkte auf mich sehr sympathisch.

Auch sehr spannend fand ich das Gespräch des „Love Letter“ mit den verschiedenen Verlagen. Es wurde immer eine Frage gestellt, auf die dann 7 Verlage (Arena, dtv, Fischer, Heyne fliegt, PAN, Rowolth, Thienemann) parallel geantwortet haben. Teilweise unterschiedlich, teilweise sehr einig. So hat man einen schönen Vergleich zwischen den verschiedenen Verlagen, sieht Unterschiede und Gemeinsamkeiten.

Einen dritten Artikel fand ich noch besonders schön zu lesen: „Wie man seinen Charakteren zeigt, wer der Boss ist“. Molly Harper, die Autorin von „Nette Mädchen beißen nicht“ (erscheint demnächst bei Lyx) erzählt von ihren Erfahrungen und Träumen mit den Charakteren ihres Buches. Der Artikel ist lustig, interessant und macht Lust auf das Buch. Während des Lesens musste ich oft schmunzeln und lachen.

Werbung:

Von den 50 Seiten macht die Werbung insgesamt ca. 2 Seiten aus, was wirklich wenig ist. Bei vielen, auch preisintensiveren Zeitschriften, findet man alle 3 bis 4 Seiten zum Teil groß flächige Werbung, was beim „Love Letter“ zum Glück nicht der Fall ist. Des Weiteren passen die Anzeigen sehr zum Thema der Zeitschrift, weshalb sie dann auch nicht weiter beim Lesen stören. Von daher muss ich sagen sind 3€ schon gerechtfertigt, quantitativ und qualitativ.

Fazit:

Mir hat der „Love Letter“ sehr gefallen, denn Jugendbücher sind genau mein Genre. Wer mit diesen jedoch so gar nichts anfangen kann und lieber Krimis liest, für den wäre diese Ausgabe wahrscheinlich nicht das Richtige gewesen. Aber für alle anderen die Jungendbücher gerne lesen, sich über „All Age“ informieren wollen, offen für Neues sind oder Buchtipps suchen, für die ist der „Love Letter“ mehr als geeignet, denn man bekommt auf 50 Seiten wirklich viel geboten. Interviews, Buchtipps, Artikel und vieles mehr.

Würde ich mir den „Love Letter“ wieder kaufen?:

Ja, aber vorher würde ich mir das Thema ansehen, ob es eines ist, dass mich interessiert. Wenn ja, dann würde ich den Love Letter auf jeden Fall kaufen.

Vielen Dank an den „LOVE LETTER“ für das Rezensionsexemplar!

Advertisements

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s

Schlagwörter-Wolke

%d Bloggern gefällt das: