„Ein Haus ohne Bücher ist arm, auch wenn schöne Teppiche seinen Boden und kostbare Tapeten und Bilder die Wände bedecken.“ Hermann Hesse

„Conni, Billi und die Mädchenbande“ von Dagmar Hoßfeld [Rezension]


In Dagmar Hoßfelds Buch „Conni, Billi und die Mädchenbande“ wird Connis Freundin Billi von einer Gruppe Mädchen gemobbt. Doch sie ist nicht allein, Billi hat Freunde, die ihr helfen sich zur Wehr zu setzen.

Tanja, das neue Mädchen aus Connis Parallelklasse, hat es auf Billi abgesehen. Die „Schulhofzicken“, wie sich die Gruppe Mädchen um Tanja nennt, machen auch vor Beleidigungen, Sachbeschädigung und Erpressung nicht halt. Billi fühlt sich hilflos, doch Conni und ihre Freundinnen und auch die Jungs halten zu ihr. Die Eltern und Lehrer sind entsetzt, doch ohne Beweise können sie nichts gegen die Zicken tun. Ein Plan muss her…

„Conni, Billi und die Mädchenbande“ ist ein Buch, das eine leider häufige Form der psychischen Gewalt an Schulen zeigt: Mobbing. Beinahe hätte Billi sich nicht mehr zu Schule getraut, doch sie weiß, dass das nur die Bestätigung für die „Schulhofzicken“ gewesen wäre. Conni und ihre Freundinnen verhalten sich vorbildlich: Sie stärken Billi den Rücken, passen auf sie auf und reden schließlich auch mit den Lehrern und Eltern über das Mobbing. Sie sind ein gutes Beispiel für die Leser, denn man sollte so etwas nicht auf die leichte Schulter nehmen.

Alles beginnt mit kleinen Hänseleien und Beschimpfungen und wächst sich zu einer ernsthaften Bedrohung für Billi aus. Den Erwachsenen ist klar, dass das sofort aufhören muss, und schnell begreifen auch Conni & Co schnell, wie ernst die Lage ist. Sie stellen den Zicken eine Falle, was durchaus etwas leichtsinnig war.

Der Leser wird sehr überzeugend in die Geschichte hineingeführt und spürt schnell das Gefühl der Hilflosigkeit und schließlich pure Angst, das die Kinder (besonders Billi) umgibt. Doch es gibt einen Ausweg und dieser wird aufgezeigt. Die Kinder lernen: Man ist nicht hilflos, man muss zusammenhalten, den Bezugspersonen vertrauen und darf sich nicht einfach alles gefallen lassen! Auch, wenn das manchmal viel Mut kostet. Das Buch spricht Kinder ab 10 Jahre an, was meiner Meinung nach sehr gut gelungen ist. Es wurde altersgerecht geschrieben und die Thematik klar dargestellt. Conni ist ein tolles Vorbild für die Leser. Sie ist nicht perfekt, aber für ihre Freundin da, wenn diese sie braucht. Kinder können sich sicherlich gut mit ihr identifizieren.

Mein Fazit: Ich werde mir sicherlich auch noch die anderen Conni & Co Bände kaufen, wenn ich mein Lehramtsstudium für die Grundschule abgeschlossen habe, denn der 5. Band der Conni & Co- Reihe vermittelt meiner Meinung nach eine wichtige Aussage: Lass dir nicht alles gefallen, denn du bist nicht hilflos. „Freundschaft braucht manchmal Mut“, wie es im Buch heißt.

5

176 Seiten, 9,90 € (D)

Carlsen

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