„Ein Haus ohne Bücher ist arm, auch wenn schöne Teppiche seinen Boden und kostbare Tapeten und Bilder die Wände bedecken.“ Hermann Hesse

„Dark Moon“ von Claire Knightley [Rezension]


Als in Marks Haus die geheimnisvolle Emilia einzieht, hat er gleich das Gefühl, dass etwas nicht stimmt. Warum interessiert sich Emilia so offensichtlich für seine Freundin Lydia? Woher kennt die Fremde Lydias Großmutter? Als Lydia dann einen schwer verletzten jungen Mann im Wald findet und zu sich nach Hause bringt, wird eines klar: Lydias Leben steht an einem Wendepunkt, der gefährlicher nicht sein könnte…

In „Dark Moon“ erzählte Claire Knightley die Geschichte der jungen Lydia, die eine Welt entdeckt, von der sie nie gedacht hätte, dass sie existiert.

Der Anfang des Buches gefiel mir sehr, denn der Alltag Lydias und die Liebe zwischen ihr und Mark wurden anschaulich, interessant und teilweise dramatisch dargestellt. Ich konnte mich gut in das Buch einfinden und die Personen waren mir sehr sympathisch.

Auch die ganze Idee der Geschichte fand ich spannend. Man merkt von Anfang bis Ende, dass ein gut durchdachtes, spannendes Konzept dahinter steckt.

Doch die Umsetzung gefiel mir weniger. Anfangs wurden die Gefühle so beschrieben, dass ich sie gut nachempfinden konnte, doch im Verlauf kamen Gefühlswandlungen, die viel zu schnell und somit für mich schwer nachvollziehbar waren. Ich denke, dass es schwer ist, solche Gefühlswandlungen darzustellen, schließlich brauchen diese Zeit und gehen meist nur sehr langsam voran. Doch das ist es für mich, was eine zarte, überzeugende und gute Geschichte ausmacht.

Einige Aspekte waren zu übertrieben dargestellt, sodass es später kein Rätsel mehr war, warum was passierte, andere waren mir zu kurz beschrieben.

Bei einer Sache, die ich hier nicht näher nennen möchte, um nicht zu viel zu verraten, fiel mir das besonders auf. Wenn man so etwas Persönliches erfährt, wie Lydia in dieser Situation, würden „normale“ Menschen wahrscheinlich einige Zeit brauchen, um das Erfahrene zu verarbeiten. Für Lydia war die Sache innerhalb von zwei, drei Minuten erledigt, was auf mich einfach gefühlskalt wirkt. Doch ich denke, dass das eigentlich nicht Lydias Art ist, sondern an der nicht ganz so gelungenen Beschreibung liegt.

Die Sprache und der Schreibstil waren sehr angenehm, sodass sich die Geschichte relativ schnell lesen ließ.

Zusammenfassend muss ich sagen, dass mir die Idee, die hinter der Geschichte steht, sehr gefällt, aber die Umsetzung zum großen Teil nicht. Vielleicht wird das im zweiten Teil besser.

2,5

Vielen Dank an den Ravensburger Verlag für die Bereitstellung des Rezensionsexemplars!

345 Seiten

Ravensburger Buchverlag

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Kommentare zu: "„Dark Moon“ von Claire Knightley [Rezension]" (1)

  1. […] “DARK MOON” von Claire […]

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