„Ein Haus ohne Bücher ist arm, auch wenn schöne Teppiche seinen Boden und kostbare Tapeten und Bilder die Wände bedecken.“ Hermann Hesse

„Meridian – Dunkle Umarmung“ von Amber Kizer [Rezension]


Tote Tiere in ihrer Umgebung sind für Meridian Normalität, denn sie suchen ihre Nähe, um bei ihr zu sterben. Was Meridian bis zu ihrem 16. Geburtstag nicht ahnt, ist, dass sie eine Fenestra ist, sie öffnet den Seelen Verstorbenen ein Fenster in den Himmel. Doch als ihre Gabe erwacht, schwebt sie in großer Gefahr, denn die Gegenspieler der Fenestra kennen keine Gnade…

Amber Kizer erzählt in ihrem ersten Roman „Meridian – Dunkle Umarmung“ die ungewöhnlich und schrecklich schöne Geschichte der erwachenden Fenestra Meridian.

Die Handlung hat mich sofort gefangen, denn nach einer kurzen Einführung, in der eine gewisse Grundstimmung aufgebaut wird, beginnt die Geschichte rasant, spannend und auch schrecklich.

Meridians Gefühlswelt wird überzeugend dargestellt, sodass ich mich gut in ihre Situation versetzen konnte. Durch Beschreibungen aus ihrem Leben kann man ihre Einsamkeit nachvollziehen.

Außerdem schreibt die Autorin angenehm flüssig, wodurch die ganze Geschichte sich sehr gut lesen lässt. Es gibt Passagen, die sehr actionreich sind und einige in denen viel erzählt und sich unterhalten wird, das empfand ich als sehr angenehm, denn so kann man immer wieder Luft holen und lernt die Fenestrae kennen.

Die Idee des Buches klang für mich schon etwas unheimlich und ungewöhnlich. Sich auf diese Weise mit dem Thema Tod und Sterben auseinanderzusetzen ist, denke ich, nicht einfach.

Doch fand ich die Vorstellung, dass die Seelen der Verstorbenen durch ein Fenster in ihren persönlichen Himmel gehen und dort geliebte Menschen wieder treffen, sehr tröstlich.

Gerade diese Verbindung aus Tod und Trost rührten mich während des Lesens ab und zu zu Tränen, obwohl man die Personen eigentlich nicht lange kennt, wachsen sie einem während des Lesens sehr ans Herz. Sie werden liebevoll beschrieben, so mochte ich die alte Tante mit ihren Steppdecken besonders.

Amber Kizer hat es geschafft, ein schwieriges Thema gefühlvoll und atmosphärisch dicht umzusetzen. Ich freue mich schon auf den nächsten Teil, der voraussichtlich im Juli 2011 auf Englisch mit dem Titel „Wildcat Fireflies“ erscheinen wird.

4

Vielen Dank an den PAN-VERLAG für die Bereitstellung des Rezensionsexemplars!

352 Seiten

PAN

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Kommentare zu: "„Meridian – Dunkle Umarmung“ von Amber Kizer [Rezension]" (1)

  1. […] Rezension zu “Meridian – Dunkle Umarmung”: Kick! […]

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