„Ein Haus ohne Bücher ist arm, auch wenn schöne Teppiche seinen Boden und kostbare Tapeten und Bilder die Wände bedecken.“ Hermann Hesse

„Puerta Oscura – Totenreise“ von David Lozano Garbala [Rezension]


„Puerta Oscura – Totenreise“ von David Lozano Garbala ist die Geschichte Pascals, der durch alle Welten wandert, um seine Freundin Michelle aus den Fängen des Bösen zu retten…

Eigentlich hat Pascal gar keine Lust zu der Halloween Gothik Party zu gehen. Doch auf der Suche nach einem Kostüm fällt er in eine uralte Truhe – und landet in der Zwischenwelt. Als Wanderer zwischen den Welten, wartet eine schwere Aufgabe auf ihn, denn während er in die Zwischenwelt gelangt ist, hat ein Monster den Weg nach draußen, in die Welt der Lebenden, gefunden. Dieses schnappt sich ausgerechnet Michelle und verschleppt sie, nur Pascal kann sie, unter Einsatz seines Lebens, retten.

Es gibt einige wenige Bücher, die sind von der ersten bis zur allerletzten Seite spannend. „Totenreise“ gehört definitiv dazu.

Die Idee, das erste Kapitel aus der späteren Handlung nach vorn zu ziehen, fand ich sehr gelungen. Es macht die Geschichte von Anfang an spannend, da man nicht erst seitenlange Einführungen lesen muss, sondern ins kalte Wasser geworfen wird. Gänsehaut ist dabei garantiert. Nach dem ersten Schrecken hat man ein bisschen Zeit die Personen kennenzulernen, denn geht es dann etwas ruhiger zu, aber nicht lange…

Nachdem Pascal die „Puerta Oscura“, die Dunkel Pforte entdeckt, tritt er nicht gleich seine lange Reise an, denn er weiß noch nicht, was ihn in Zukunft erwartet. Doch trotzdem schafft es Garbala auf schaurig schöne Weise den Leser den Atem anhalten zu lassen, denn in der Dunkelheit lauert eine Gefahr, der sich anfangs niemand bewusst ist.

Mit dem 15-jährigen Pascal, dessen Calvin Klein Unterhose immer zu sehen ist, hat Garbala eine überzeugend normale, wirklich menschliche Hauptfigur gewählt. Pascal ist wenig selbstbewusst und auch eher ängstlich als mutig. Doch er wächst an seinen Aufgaben, die er zu bewältigen hat und verliert trotz Krisen, sein Ziel nicht aus den Augen.

Pascal, und auch seine Freunde, werden dem Leser schnell sympathisch, denn sie sind keine Helden, sonder ganz normale Teenager, mit Schwächen und Ängsten, doch halten zusammen und sind füreinander da. Deshalb wachsen sie einem schnell ans Herz und man hat immer Angst, dass ihnen etwas zustößt.

Der auktoriale Erzähler wechselt oft die Standorte, was zu vielen Cliffhangern führt und somit die gespannte Situation noch mehr anheizt. Mal verfolgt man die Ermittlungen der ruppigen Polizistin, begleitet die Wahrsagerin Daphne oder jagt mit dem Bösen durch die Nacht. So wird aus vielen Sichtweisen berichtet, jede schon aufregend für sich, aber zusammen einfach nur der Drang immer weiter und weiter lesen zu wollen, was dank des flüssigen Schreibstils des Autors auch fantastisch geht.

Es bleiben viele Fragen offen und besonders die letzte Seite bietet viel Zündstoff für Band zwei, der in Spanien bereits unter dem Titel „El mal“ – das Böse, erschienen ist.

„Puerta Oscura“ ist eine abenteuerliche Reise zwischen den Welten, immer wieder gruslig, spannend, überraschend und einfach fantastisch. Definitiv eines meiner Lesehighlights des Jahres!

5

Ich danke dem LOEWE-VERLAG ganz herzlich, für die Bereitstellung eines Rezensionsexemplars!

608 Seiten, Hardcover

LOEWE

„PUERTA OSCURA – TOTENREISE“ BEI AMAZON

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