„Ein Haus ohne Bücher ist arm, auch wenn schöne Teppiche seinen Boden und kostbare Tapeten und Bilder die Wände bedecken.“ Hermann Hesse

„Arthur und die Stadt ohne Namen“ von Gerd Ruebenstrunk [Rezension]


Arthur und Larissa wissen nun, wo sie Larissas Eltern suchen müssen und wer sie gefangen hält. Doch wie gelangt man an einen Ort, von dem man nicht einmal sicher sein kann, dass er existiert? Als der geheimnisvolle und undurchsichtige „Bibliothekar“ auftaucht und behauptet, dass die Zwei das „Buch der Leere“ bräuchten, um die Schatten zu besiegen, beginnt ein Wettlauf gegen die Zeit, denn Larissas Großvater liegt in einem Koma, das aus medizinischer Sicht nicht zu erklären ist…

Im Abschlussband „Arthur und die Stadt ohne Namen“ der „Arthur“-Trilogie von Gerd Ruebenstrunk begeben sich Larissa und Arthur auf ihre gefährlichste Reise, von der mehrere Leben, und eigentlich auch der Lauf der ganzen Welt, abhängen.

Dem Autor ist gelungen, was sich jeder Leser einer mehrbändigen Reihe wünscht: ein spannendes, würdiges, einfach fantastisches Ende einer geliebten Geschichte.

Mir hat es sehr gefallen, dass die beiden Protagonisten erwachsener geworden sind in ihrem Denken und Handeln. Arthur ist nicht mehr so ängstlich, was mich in den vorherigen Bänden immer ein bisschen nervte. Er wirkt bedacht, was immer noch einen guten Gegenpol zur abenteuerlustigen Larissa bildet. Die beiden haben ihre Eigenschaften also keineswegs verloren, sondern einen deutlichen Entwicklungssprung gemacht.

Und dieser war auch sehr nötig für die folgende Geschichte, die düsterer, gruseliger, grausiger und spannender ist, als alles was die beiden bisher erlebten. Es wird zwar schon zu Beginn gesagt, dass Edinburgh ein ganz anderes Pflaster ist, als Bologna oder Dubrovnik, doch was Larissa und Arthur in der Unterwelt der alten Stadt erleben, ist schon erschreckend. Ich konnte mir die Grauen, die die beiden ausstehen mussten, sehr gut vorstellen, denn der Autor spart nicht an Details, so dass ich die „letzten“ 400 Seiten in einem Rutsch las, so spannend waren diese.

Vom nasskalten Norden geht es dann in den heißen, staubigen Süden, und zwar in den Jemen. Nicht nur für die Zwei eine willkommene Abwechslung, sondern auch für mich als Leser, denn das schottische Wetter schlug mir selbst beim Lesen auf das Gemüt.

Die Beschreibungen Sanaas waren wieder so plastisch, dass ich mir die verschleierten Frauen, die Kath kauenden Männer und einfach das ganze Flair so gut vorstellen konnte, als stünde ich selbst mitten in der jemenitischen Hauptstadt.

Gerd Ruebenstrunk versteht es Ort zu gestalten, zu beschreiben und dem Leser „schmackhaft“ zu machen, was mir sehr gut gefiel.

Auch das Ende, das ich an dieser Stelle natürlich nicht verraten werde, war äußert gelungen und spannte einen Bogen über alle drei Bücher, was ich sehr schön fand, denn das lässt die Geschichte einfach rund und stimmig erscheinen. Es ist zudem sehr spannend und steckt voller Überraschungen.

Endlich stehen alle drei wunderschön gestalteten Bücher in meinem Bücherregal nebeneinander und sehen so geheimnisvoll aus, wie ich mir die vergessenen Bücher vorstelle. Ein bisschen Schade fand ich es nur, dass wieder so wenige Zeichnungen enthalten waren, denn diese ergänzten die Geschichte so schön. Allerdings konnte ich mir die Geschichte so gut vorstellen, dass es theoretisch keiner Zeichnungen bedurfte, doch schön waren sie allemal.

Gerd Ruebenstrunk werde ich auf jeden Fall im Auge behalten und hoffe, dass er weiterhin solch tolle Bücher schreibt! „Arthur und die Stadt ohne Namen“ kann ich, wie auch die ersten beiden Bände „Arthur und die vergessenen Bücher“ und „Arthur und der Botschafter der Schatten“, absolut empfehlen!

Vielen herzlichen Dank an ARSEDITION für die Bereitstellung eines Rezensionsexemplares!

Rezension zu „Arthur und die vergessenen Bücher“ (Klick)

Rezension zu „Arthur und der Botschafter der Schatten“ (Klick)

ARSEDITION

448 Seiten

„ARTHUR UND DIE STADT OHNE NAMEN“ AUF AMAZON

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