„Ein Haus ohne Bücher ist arm, auch wenn schöne Teppiche seinen Boden und kostbare Tapeten und Bilder die Wände bedecken.“ Hermann Hesse

„Auftauchen“ von Jennifer Haigh [Leseeindruck]


Kurzbeschreibung:

Nach außen sind die McKotchs eine geradezu perfekte Familie. Doch als bei der 13-jährigen Gwen eine Krankheit diagnostiziert wird, die sie für immer im Körper eines Kindes gefangenhalten wird, zeigt sich an diesem Schicksalsschlag, wie einsam jeder von ihnen ist. Die Familie zerbricht: Zu hoch sind die Erwartungen, die jeder hat, zu groß die Zweifel an der Liebe füreinander. Allein Gwen gelingt es schließlich als junge Frau, mit ihrem Zustand zurechtzukommen. Als sie sich verliebt und ihre Liebe erwidert wird, hat sie das Gefühl, endlich aufzutauchen und befreit zu sein. Doch ihr unverhofftes Glück löst in ihren Eltern und ihren Brüdern fatale Emotionen aus …

Meine Meinung:

„Auftauchen“ von Jennifer Haigh ist ein Buch, das mich in seinen Bann gezogen hat. Es ist reich an Gefühlen, die es mit dem Leser teilt. Anfangs fand ich es schwierig, die vielen Namen zu unterscheiden (mehr als 10 verschiedene). Nach einigen Kapiteln ging es dann aber und ich konnte Kindern, Eltern und andere Verwandten ihre Namen zuordnen. Interessant fand ich die Perspektivwechsel zwischen der Familie Drew/McKoth. Die Familie wurde aus allen Blickwinkeln beleuchtet, jedes Mitglied war mehrmals Protagonist, was ein ganz anderes Licht auf manche Ereignisse warf.

An „Auftauchen“ faszinierte mich, wie bewegend es ist und wie es einen mitfühlen und leiden lässt. Und das auch ganz schön viel am Anfang, denn so richtig glücklich ist kein Familienmitglied. Aber die Geschichte entwickelt sich und so auch die Gefühle. Es gibt traurige Momente, lustige und einfach nur schöne. Für mich ist „Auftauchen“ ein Buch, dass man Stück für Stück liest. Es drängt einen nicht schleunigst weiter zu lesen, sondern wartet geduldig und zuverlässig, denn es ist von Anfang bis Ende sehr flüssig und einfach angenehm lesbar geschrieben.

Ein schönes Leseerlebnis!

4

520 Seiten

Droemer/Knaur

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[Ein Leseeindruck ist KEINE Rezension. Bei einem Leseeindruck schreibe ich einfach ein paar Gedanken und Gefühle auf, die ich während des Lesens habe bzw. empfinde.]

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