„Ein Haus ohne Bücher ist arm, auch wenn schöne Teppiche seinen Boden und kostbare Tapeten und Bilder die Wände bedecken.“ Hermann Hesse

„Damian – Die Stadt der gefallenen Engel“ von Rainer Wekwerth [Rezension]


Wie konnte Ben Lara das antun? Sie einfach zu verlassen und sich gleich eine Neue zu suchen. Lara ist verzweifelt, wütend und traurig. Zur Ablenkung besucht sie ihre Großeltern in Berlin. Dort rettet sie der geheimnisvolle Damian aus einer prekären Lage, in den sich Lara prompt verliebt. Damian ist so anders, so erwachsen. Sie ahnt noch nicht, wie anders der junge Mann ist und welch großes und schreckliches Geheimnis ihre Großeltern vor ihr zu verbergen versuchen…

Rainer Wekwerth erzählt in seinem Fanatsyroman „Damian – Die Stadt der gefallenen Engel“ die mysteriös, romantische Geschichte um Lara und Damian.

Lara ist ein sympathisches 17-jähriges Mädchen. Damian hingegen wirkt geheimnisvoll und teilweise gefährlich. Man weiß anfangs nicht, was man von ihm halten soll, wie man ihn einschätzen kann. Eine Figurenkonstellation, die nicht ganz neu ist, doch sehr schön und romantisch umgesetzt wird. Gerade Lara ist eine nette und überzeugende Person, die ihre Schwächen und Stärken hat und mit der man sich gut identifizieren kann.

Die Geschichte um die beiden ist auch durch die verschiedenen Erzählstränge spannend. Man lernt die „dunkle“ Seite Damians kennen, sowie seine Gefühle und die Entwicklung, die er vollzieht. Manche Perspektiven, z.B. die Kreise der Hölle fand ich persönlich weniger interessant, doch sie tragen insgesamt zum Verständnis der Situation bei.

Ab der Mitte des Buches ahnt der Leser Stück für Stück, welches das große Geheimnis Laras Großeltern ist. Man rätselt während des Lesens viel herum und nähert sich Stück für Stück der Wahrheit. Bis Lara es allerdings selbst herausfindet, dauert es noch eine ganze Weile, was aber daran liegt, dass man durch die verschiedenen Erzählstränge mehr weiß als sie.

Rainer Wekwerth überzeugt mit einem lockeren, umgangssprachlichen und angenehm flüssig zu lesendem Schreibstil. Von Anfang an wird eine teilweise bedrückende und gefährliche, aber auch mystisch romantische und spannungsgeladene Atmosphäre aufgebaut. Mit Berlin hat der Autor zudem eine interessante Kulisse gewählt. Wie die Engel und gefallenen Engel verkörpert die Hauptstadt auch schwarz und weiß, gut und böse, gefährlich und beschützt, unterstreicht also die Handlung sehr passend.

Am Ende wird die Geschichte noch mal richtig rasant. Man weiß nicht, wie sie ausgehen wird, denn alles hängt am seidenen Faden. Doch zum Schluss bleiben noch einige Fragen offen für die folgenden Bände.

Zum Schluss noch das Rezept für den tollen Urbanfantasy Roman von Wekwerth: Eine Prise Rumpelstilzchen, ein Schuss Rapunzel, ein Stückchen von Goethes Faust und jede Menge Rainer Wekwerths Fantasie und Können. Eine gelungene Mischung, die mir gefallen hat!

4

Vielen Dank an den Arena-Verlag, für die Bereitstellung eines Rezensionsexemplars!

418 Seiten

Arena

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