„Ein Haus ohne Bücher ist arm, auch wenn schöne Teppiche seinen Boden und kostbare Tapeten und Bilder die Wände bedecken.“ Hermann Hesse

„Dark Swan 01. Sturmtochter“ von Richelle Mead [Rezension]


„Dark Swan – Sturmtochter“ von Richelle Mead ist die Geschichte der Schamanin Eugenie Markham, die Geister, Feine und andere fantastische Wesen aus der unserer Welt vertreibt, um die Menschen zu schützen, dadurch ist sie jedoch in der Anderswelt überaus gefürchtet.

Eugenie nimmt einen sehr gefährlichen Auftrag an: Sie soll in die Anderswelt reisen und die entführte, 15-jährige Jasmin vor dem König Aeson retten. Doch Eugenie ahnt nicht, dass dieser Auftrag ihr Leben verändern wird, denn es gibt Dinge, die sie nicht einmal ahnt…

Mead verbindet in ihrem Roman Fantasyelemente mit prickelnder Erotik. Eine sehr ansprechende Mischung für Erwachsene Leser.

Besonders gelungen ist die Vielschichtigkeit der Figuren. Sie sind weder nur „gut“ oder nur „böse“ sind. In vielen Büchern werden die Charaktere in schwarz und weiß unterteilt. Bei „Dark Swan“ passiert genau dies nicht. Fast jede Figur hat eine gute Seite und eine, größere oder kleinere, schlechte. Bei vielen Personen weiß man nicht, welcher Anteil überwiegt.

Das macht die Geschichte spannend und fesselnd zu gleich. Man erwartet des Öfteren, dass sich eine Figur als gut oder böse entpuppt, das geschieht häufig aber nicht oder liegt zumindest im Auge des Betrachters – genau wie in der Realität.

Der Roman ist mit einer herrlich leichten Ironie geschrieben. Eugenie hat immer einen bissigen Spruch auf den Lippen oder im Kopf. Besonders im Umgang mit ihren Geistern wirkt das wunderbar erfrischend und macht sie zugleich sympathisch, denn selbstironisch ist sie auch. Einzig die Sprache ist teilweise zu bemängeln. Eugenie nimmt kein Blatt vor den Mund, was prinzipiell gut ist, aber manchmal, besonders in sexueller Hinsicht, recht vulgär wirkt.

Wiederum positiv ist die Entwicklung der Protagonistin. Eugenie steht in ihren Einstellungen und Fähigkeiten nicht still, sondern lernt und wächst durch ihre Erfahrungen und entwickelt sich auch in ihrer Toleranz weiter, auch wenn ihr das nicht leicht fällt.

Die Geschichte strotzt voller Ideen und magischen Wesen. So trifft man auf Gestaltenwandler, Elfen, die sich die Glanzvollen nennen, und einer ganzer Reihe verschiedenster Gestalten. Besonders beeindruckt haben mich persönlich die Elementare in ihren verschiedenen Formen. Sie wurden so plastisch beschrieben, dass sie beinahe auch in meinem Zimmer standen. Ebenso faszinierend und liebevoll wurde die Anderswelt dargestellt, mit ihren sich verändernden Wegen, das Land, das sich dem Herrscher anpasst und vielen weiteren tollen Ideen. Man merkt, dass viel Liebe in Meads Fantasywelt steckt.

Das Ende birgt viele Überraschungen und lässt genügend Stoff für die nächsten Bände. Richelle Mead ist es gelungen eine Fantasywelt für Erwachsene zu schaffen, die gleichzeitig fesselnd, spannend und erotisch ist.

Eine wahrlich „fantastischer“ Mix, der mich auf mehr von Eugenie warten lässt.

4

Ein herzliches Dankeschön an Egmont-Lyx, für die Bereitstellung eines Rezensionsexemplars.

366 Seiten, 12,95€

Lyx

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