„Ein Haus ohne Bücher ist arm, auch wenn schöne Teppiche seinen Boden und kostbare Tapeten und Bilder die Wände bedecken.“ Hermann Hesse

„Die Medici-Chroniken – Hüter der Macht“ von Rainer M. Schröder [Rezension]


Rainer M. Schröder beschreibt in seinem historischen Roman „Die Medici-Chroniken – Hüter der Macht“, wie sich Sandros Leben von Grund auf ändert, als er in den Dienst der mächtigen Medici Familie tritt.

Als Sandro sich auf den Weg nach Florenz macht, ahnt er noch nicht, wie sich sein Leben in den folgenden Jahren verändern wird. Durch Mut, Aufrichtigkeit und etwas Glück bekommt er Arbeit bei den Medici. Doch schon bald muss er feststellen, dass alles und jeder, besonders die Reichen und Mächtigen, auch ihre dunklen Seiten haben… Für welche Seite wird sich Sandro entscheiden? Und ist seine Liebe zum schönen Sklavenmädchen Tessa nicht schon von Anfang an zum Scheitern verurteilt?

„Hüter der Macht“ ist der erste Teil der historischen Trilogie von Reiner M. Schröder über das Leben und Wirken einer der mächtigsten Familien in Florenz, die Medici.

Nach einem etwas schleppenden Anfang entwickelt sich eine spannende und mitreißende Geschichte um Sandro und die Sklavin Tessa.

Anfangs musste ich mich erst in die Geschichte rein lesen, denn diese dichte Atmosphäre, die mir immer sehr wichtig ist, baute sich erst Stück für Stück auf. Doch umso besser man die Charaktere dann kennenlernt, desto mehr findet man sich in die Geschichte hinein und kommt so schnell auch nicht mehr von ihr los.

Da es eine weibliche und eine männliche Hauptperson gibt, Tessa und Sandro, kann man sich mit der entsprechenden Person besonders gut identifizieren und mit ihr mitfühlen. Gerade dadurch ist das Buch für Jungen und Mädchen, Frauen und Männer gleichermaßen geeignet.

Manche Passagen, in denen beispielsweise der Wechselzinns erklärt wurden, waren für mich erst nach mehrmaligem Lesen zu verstehen, zeigen aber wie intensiv sich der Autor mit den verschiedenen Aspekten der Medici auseinandergesetzt hat.

Wie man Cosimo einschätzen muss, bleibt bis zum Schluss unklar. Er überrascht immer wieder, auf positive und auch auf negative Weise. Gerade in diesem Zusammenhang fand ich das Nachwort des Autors sehr interessant.

Schröders Schreibstil ist schön flüssig, sodass man, einmal über die ersten 100 Seiten hinaus gelesen, kaum mehr aufhören möchte. Er schafft es historische Fakten mit dem Schicksal zweier fiktiver Menschen eng zu verknüpfen, die Geschichte damit lebendig werden zu lassen und sie dem Leser nahe zu bringen.

Oft wechselte die Atmosphäre zwischen gefährlich, aussichtslos, schockierend und manchmal romantisch. Man weiß nie, wie die Geschichte weitergeht, denn es gibt viele überraschende Wendungen.

Rainer M. Schröder lässt das Florenz des 15. Jahrhunderts vor dem inneren Auge des Lesers lebendig werden. Während des Lesens fühlt man sich als ein Teil dieser vergangenen Zeit und fragt sich oft „Was hätte ich getan?“. Dieses Erlebnis in Verbindung mit dem historischen Wissen, welches man ganz nebenbei mitbekommt, machen „Die Medici-Chroniken – Hüter der Macht“ für mich zu einem spannenden, atmosphärisch dichten Leseerlebnis.

4

Ich danke dem Arena Verlag ganz herzlich für die Bereitstellung eines Rezensionsexemplars!

551 Seiten

Arena Verlag

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Kommentare zu: "„Die Medici-Chroniken – Hüter der Macht“ von Rainer M. Schröder [Rezension]" (1)

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