„Ein Haus ohne Bücher ist arm, auch wenn schöne Teppiche seinen Boden und kostbare Tapeten und Bilder die Wände bedecken.“ Hermann Hesse

„Küsse nicht den Rehbaron“ von Claire Singer [Rezension]


Klara Klug hat ihr Leben gut im Griff, wenn man mal von der „Gurkentruppe“, wie sie ihre zwei kleinen Brüder und der sich zunehmend seltsam verhaltenden Mutter absieht. Sie ist Leiterin der Schülerzeitung, die Beste in Latein und zusammen mit ihrer besten Freundin Amanda, die einzig „normale“ zwischen Ballerinas tragenden oder pferdeverrückten Mädchen der Klasse 8a. Doch als Ferdinand von Blaustein neu in die Klasse kommt, ändert sich nicht nur für Klaras Mitschülerinnen alles, denn Ferdinand sieht nicht nur verdammt gut aus, sondern hat auch vorbildliche Manieren…

In „Küsse nicht den Rehbaron“ erzählt Claire Singer die Geschichte der etwas verrückten und verzwickten ersten Liebe von Klara Klug.

Ich war schon lange gespannt auf die Geschichte, denn „Küsse nicht den Rehbaron“ ist ein recht ungewöhnlicher, neugierig machender Titel. Wer mit dem Rehbaron gemeint ist, ist eigentlich von Anfang an klar, denn es dreht sich immer um den schönen und humorvollen Ferdinand, aber warum soll man den denn nicht küssen?

Wenn man dann beginnt, das Buch zu lesen, wird es relativ schnell klar. Klara Klug ist 14 Jahre alt, unabhängig, objektiv und verliebt sich nicht einfach so! Denkt sie jedenfalls…

Der Schreibstil der Autorin ist kurz, knackig und präzise, was den Charakter Klaras meiner Meinung nach sehr gut unterstreicht. Sie denkt sehr logisch, oft in Zahlen und meist mit recht spitzer Zunge.

Für Klara bedeutet das viele peinlich Situationen, für den Leser hingegen viel zu lachen. Sie beobachtet ihre Mitmenschen sehr genau, sich selbst allerdings nicht, denn sie merkt gar nicht so richtig, was in ihr vor sich geht, bis sie es sich schließlich eingesteht.

Die Geschichte ist im Präsens und aus Klaras Sicht geschrieben, sodass alles hautnah miterlebt werden kann. Trotzdem kann man sich während des Lesens überlegen, was hinter einigen Sachen steckt und so schon Dinge erahnen, die die Protagonistin noch nicht sieht.

Als Altersempfehlung sind für „Küsse nicht den Rehbaron“ 10 bis 11 Jahre angegeben. Ich denke das Buch könnte auch Mädchen bis 14/15 Jahre gefallen, da Klara selbst so alt ist, und die Geschichte lustig und ein bisschen romantisch zu gleich ist.

Für „große“ Mädchen wie mich (21) ist das Buch eine nette Geschichte für zwischendurch, die ein wenig an vergangene Jahre erinnert. Jedoch ahnt man viele Begebenheiten schon im Voraus, wodurch die Geschichte etwas vorhersehbar wird.

Das Cover finde ich sehr schön gestaltet. Das Metallicrot der Schrift, des Schmetterlings und der Herzen sieht zusammen mit den Blüten im Hintergrund und Mädchen und Reh im Vordergrund klasse aus. Auch die einzelnen Seiten sind alle am Rand mit einer Art Bordüre und teilweise mit Bildchen passend zur Geschichte bedruckt.

Von mir bekommt die Geschichte für Erwachsene 2,5 Sterne und für Mädchen 4 Sterne.

2,5

Vielen Dank an ARSEDITION, für die Bereitstellung des Rezensionsexemplars!

160 Seiten

ARSEDITION

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