„Ein Haus ohne Bücher ist arm, auch wenn schöne Teppiche seinen Boden und kostbare Tapeten und Bilder die Wände bedecken.“ Hermann Hesse

„Nach dem Sommer“ von Maggie Stiefvater [Rezension]


Jeden Sommer wartet Grace auf den Winter, denn im Winter sieht sie die Wölfe und unter ihnen ist ihr Wolf – der mit den goldenen Augen. Als sie einen jungen Mann namens Sam auf der Veranda findet, weiß sie sofort, dass es ihr Wolf ist, denn er hat dieselben goldenen Augen. Sam erzählt ihr, dass er jeden Sommer als Mensch verbringt und wenn es langsam kalt draußen wird, sich für den Winter in einen Wolf verwandelt. Auch er hat Grace immer beobachtet, doch was er ihr verschweigt, ist, dass dies sein letzter Sommer als Mensch sein wird…

Maggie Stiefvater beschreibt in ihrem Roman „Nach dem Sommer“ die wunderschöne, romantische und ebenso traurige und geheimnisvolle Liebe zwischen Grace und Sam.

Es gelingt der Autorin, eine wunderschöne Atmosphäre aufzubauen. Romantik, Melancholie und Spannung sind immer gemischt. Man liest zwar den größten Teil aus Grace‘ Sicht, aber auch immer wieder aus der von Sam. Eine schöne Abwechslung, die immer wieder verschiedene Blickwinkel und Ansichten, Ängste und Hoffnungen zeigt.

Auch wenn man die meiste Zeit aus Grace Perspektive liest, ist es doch Sam, der dem Buch eine Seele einflüstert. Während des Lesens hat man immer so ein traurig-schönes Gefühl, so wie Sam auch von Grace charakterisiert wird, das den Jungen so erfüllt und umgibt, dass schließlich auch der Leser davon erfasst wird. Man meint, fast seinen traurigen Blick spüren zu können.

In Grace als auch mit Sam kann man sich gut identifizieren. Grace ist eher praktisch veranlagt, Sam mehr musisch, künstlerisch. Die Charaktere sind nicht übertrieben dargestellt, sondern wirken ganz natürlich. Ebenso wie ihre Liebe zueinander. Es ist einfach schön über die beiden zu lesen, wie liebevoll sie miteinander umgehen, doch immer ist auch ein Hauch (ein kalter Hauch) Traurigkeit dabei.

Am Ende des Buches wird es dann noch einmal richtig spannend. Trotzdem bleibt sich die Geschichte treu. Es ist nach wie vor romantisch, aber rasant, dramatisch und herzzerreißend!

Außerdem fand ich es gelungen, dass die Geschichte nicht zu fantastisch geraten ist. Die Autorin hat es geschafft einen perfekten Weg zu finden, der Realität und Fantasie vereint ohne gezwungen oder unglaubhaft zu erscheinen. Dadurch dürfte der Roman auch Lesern gefallen, die sich sonst nicht so sehr für Fantasyliteratur begeistern können.

Die tolle Geschichte ist zudem noch in einem wunderschönen Cover verpackt. Es glänzt in Perlmutt, zeigt leicht verwischte Äste und Blätter und Grace ist mit ihrem Wolf durch Spotlack hervorgehoben.

„Nach dem Sommer“ ist von innen und außen schön! Traurigschön. Es ist ein Buch, das man gerne Stück für Stück liest, um möglichst lange in der wunderbaren Geschichte zu bleiben. Ich freue mich schon auf die nächsten beiden Bände, die „Ruht das Licht“ und „In deinen Augen“ heißen werden. Eine ebenfalls gelungene Titelkomposition, wenn man sie nacheinander liest.

5

Vielen herzlichen Dank an den SCRIPT5- VERLAG, für die Bereitstellung eines Rezensionsexemplars!

HIER GEHT`S ZUR WEBSITE (mit Maggie Stiefvaters Liederliste und tollen Wallpapers)

423 Seiten

SCRIPT5

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Kommentare zu: "„Nach dem Sommer“ von Maggie Stiefvater [Rezension]" (1)

  1. […] Rezension zu “Nach dem Sommer” (Klick!) […]

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