„Ein Haus ohne Bücher ist arm, auch wenn schöne Teppiche seinen Boden und kostbare Tapeten und Bilder die Wände bedecken.“ Hermann Hesse

„Spooky Lucy – Mein Date im Jenseits“ von Tamsyn Murray [Rezension]


Lucy ist tot und dazu verdammt die Ewigkeit in einer öffentlichen Herrentoilette zu verbringen, als unsichtbarer Geist. Als eines Tages Jeremy das Klo betritt und benutzt, sieht er zu seinem entsetzen ein Mädchen – Lucy. Er ist der Erste seit Monaten der Lucy sehen kann und durch Jeremy nimmt Lucys Nachleben wieder richtig Fahrt auf. Sie lernt den heißen Ryan kennen und auch die Suche nach Lucys Mörder beginnt.

„Spooky Lucy – Mein Date im Jenseits“ ist der Debütroman der britischen Autorin Tamsyn Murray. Sie erzählt die Geschichte Lucys, die im Männerklo ermordet wurde und ihres Privatmediums Jeremy.

Lucy hat kein einfaches Los gezogen. Tagein tagaus ist sie in ihrem unfreiwilligen zu Hause, einer öffentlichen Männertoilette irgendwo in London. Ihr ist verständlicherweise ziemlich langweilig, was der Leser zum Glück aber nur durch ihre Erzählungen erfährt, denn schon relativ zu Beginn des Buches taucht Jeremy auf.

Die Begegnung verläuft sehr lustig, denn ein Mädchen auf dem Männerklo und dann noch eins, das nur er sehen kann, ist doch eher ungewöhnlich. Doch Jeremy lässt Lucy nicht im Stich und besucht sie immer wieder, liest ihr vor, erzählt die neusten Entwicklungen in Lucys Lieblingsserien und stellt Nachforschungen für sie an, sodass sie schließlich sogar ihr Klo zeitweise verlassen kann.

Genauso ungewöhnlich, wie die Geschichte klingt, ist sie auch, außerdem sehr lustig, teilweise sehr traurig und einfach rasant.

Anfangs war die Geschichte eher locker und etwas oberflächlich. Ich wunderte mich schon ein wenig, dass ihre Ermordung Lucy so wenig berührte, doch dieser Schein täuschte… In der Mitte entwickelt sich die Geschichte dann in tolle Richtung. Sie wird spannend und dramatisch, sodass sie auch für Erwachsene Leser geeignet ist.

Einige schwierige Themen werden im Verlauf angesprochen, wie z.B. Suizid und für meine Begriffe eher oberflächlich behandelt. Jedoch handelt es sich hier um ein Jugendbuch und die Protagonistin und ihre Geisterfreunde sind nun mal tot, da ließen sich auch schwierige Themen nicht umgehen, sodass ich die Lösungen im Endeffekt angemessen fand.

Es hat mir Spaß gemacht, das Buch zu lesen. Mit 240 Seiten und eher großer Schrift ist die Geschichte nicht besonders lang, sondern ein kurzweiliger Lesespaß für zwischendurch, auch wenn es manchmal wirklich sehr dramatisch war. Das Buch wird Mädchen von 14 bis 16 Jahren empfohlen und dieser Empfehlung wird es auch gerecht. Aber auch für Erwachsene ist das Buch geeignet, denn die Geschichte ist lustig, spannend, rasant und dramatisch.

4

Vielen Dank an den DTV-VERLAG für das Vorableseexemplar.

240 Seiten

DTV

erscheint im Januar 2011

„SPOOKY LUCY – MEIN DATE IM JENSEITS“ BEI AMAZON

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