„Ein Haus ohne Bücher ist arm, auch wenn schöne Teppiche seinen Boden und kostbare Tapeten und Bilder die Wände bedecken.“ Hermann Hesse

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„Rosendorn“ von Jenna Black [Rezension]


(Den Klappentext vom Verlag finde ich überaus gelungen und schreibe deswegen diesmal keine eigene Inhaltsangabe.)

Ich heiße Dana, und bevor ich nach Avalon gekommen bin, wusste ich nicht mehr über diese Stadt, als dass sie der einzige Ort auf der Erde ist, an dem sich die Feen- und die Menschenwelt überschneiden. Na ja, okay, den ganzen langweiligen Kram zur Geschichte habe ich in meinem Reiseführer auch überblättert. Aber inzwischen könnte ich selbst einen Reiseführer mit ein paar verdammt nützlichen Tipps schreiben:

 1. Richtet euch darauf ein, dass ihr ein paar besondere Fähigkeiten entwickeln könntet und deshalb plötzlich zur meistgesuchten Person in Avalon werdet.

2. Packt unbedingt fluchttaugliches Schuhwerk ein. Und besonders wichtig:

3. Verliebt euch ja nicht in einen atemberaubend gutaussehenden Feenjungen! Denn wenn etwas zu gut scheint, um wahr zu sein, dann ist es das auch …“ (Quelle: PAN-Verlag)

„Rosendorn“ ist der Auftakt der Avalon-Trilogie der US-amerikanischen Autorin Jenna Black, in der die Halbfee Dana unerwartete Entdeckungen über sich selbst und die Welt macht, die sie umgibt.

Von Anfang an fesselte mich die Umgebung, die im Buch beschrieben wird. Es handelt sich nämlich um unsere „normale“ Welt, nur dass Feen ein Teil von ihr sind und in Avalon leben, einer Stadt bei London. Es ist die einzige Stadt auf der ganzen Welt, in der Feen und Menschen zusammenleben können (sonst sind sie in zwei unterschiedliche Welten geteilt). Dadurch sind Bekanntes und Neues wunderbar gemischt und halten viele Überraschungen für den Leser bereit.

Dana wächst fern von Feen und anderen übernatürlichen Wesen auf. So konnte ich mich gleich mit ihr identifizieren und mit ihr leiden, wenn sie von ihrer alkoholkranken Mutter erzählt. Auch ihre Verwirrung konnte ich mitfühlen, denn es war absolut undurchsichtig, wem Dana trauen kann und wem weniger. Die Autorin schaffte es, nicht nur Dana, sondern auch mich als Leserin bis zum Ende im Unklaren zu lassen, was gespielt wird.

Dabei wechseln sich spannende, gefährliche und romantische Szenen ab. Immer wieder treten Intrigen ans Licht, wodurch eine ganze Palette an Gefühlen angesprochen wird. Von sanfter Romantik, Verwirrung, Enttäuschung bis Angst und Verzweiflung ist alles dabei. Diese Emotionen durchlebt nicht nur Dana, sondern auch der Leser selbst, wodurch man die Geschichte sehr intensiv miterleben kann.

Auch wenn das Thema durch die Sucht der Mutter und Danas eigene Probleme oft recht ernst ist, gibt es dank Danas trockener Art immer etwas zum laut los Lachen. Zusammen mit dem flüssigen Schreibstil und den anschaulichen, liebevollen Beschreibungen wird die Geschichte so zu einem wahren Leseerlebnis!

Vielen Dank an den PAN-Verlag für das Rezensionsexemplar!

400 Seiten

PAN

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