„Ein Haus ohne Bücher ist arm, auch wenn schöne Teppiche seinen Boden und kostbare Tapeten und Bilder die Wände bedecken.“ Hermann Hesse

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„Ascheherz“ von Nina Blazon [Rezension]


Summer ist auf der Flucht vor dem Blutmann. Doch wer er ist oder warum er sie töten will weiß sie nicht, denn sie kann sich an ihre Vergangenheit nicht erinnern. Auf der Flucht trifft sie den mysteriösen und wunderschönen Anzej, doch wer ist er wirklich? Als sich Summer Stück für Stück an ihr früheres Leben erinnert, beginnt die abenteuerliche Geschichte einer verbotenen Liebe und eines Verrats, der über das Leben hinausgeht…

In ihrem neusten Fantasyroman „Ascheherz“ erzählt Nina Blazon die Geschichte der jungen Summer, eine Zorya, die einst die Herrin des Todes um ein Menschenleben betrog.

Auch in diesem Roman schafft es Nina Blazon wieder ihre Leser zu begeistern. Sie erschafft eine Fantasywelt, die viele moderne Elemente enthält und trotzdem den Charme, das Geheimnis und die Gefahr vergangener Zeiten spiegelt. In diesem fantastischen und ungewöhnlichen Rahmen wird der Leser Zeuge einer abenteuerlichen Geschichte um Liebe, Verrat und Tod.

Da die Zorya die Überbringer des Todeskusses sind, beschäftigt sich die Geschichte natürlich viel mit dem Thema Sterben und Tod. Es fließen viele philosophische Gedanken mit ein, gerade wenn Summer spricht. Nina Blazon muss sich sehr mit dem Thema beschäftigt haben, denn die Gedankengänge der Figuren sind sehr interessant und regen zum Nachdenken an. Das Todesthema ist zeitlos und verbindet eine dunkle Mystik mit lebendiger Romantik, gerade diese Mischung macht das Buch zu einer Geschichte für junge Leser und Junggebliebene.

Die Geschichte ist in einer angenehm flüssigen Sprache geschrieben, so dass die Seiten während des Lesens nur so verfliegen. Außerdem wird die Spannung den ganzen Roman lang gehalten. Da der Leser erst Stück für Stück zusammen mit Summers ihre Vergangenheit erfährt, ist ständig die Neugier da, zu erfahren, was damals passiert ist und natürlich, wie die Geschichte ausgeht. Bis zum Ende hin gibt es immer wieder Überraschungen und dramatische Wendungen, die mich während des Lesens die Luft anhalten ließen.

Die Autorin schafft es wunderbar die Gefühle, die ihre Hauptpersonen erleben im Leser wach zu rufen, das macht „Ascheherz“ für mich zu einem intensiven Leseerlebnis. Ich staunte immer wieder über die Kreativität und die wunderbaren Beschreibungen magischer und einfach schöner Orte. Dadurch merkt man, wie liebevoll Blazon mit ihren Charakteren und Schauplätzen umgeht. Während des Lesens wuchsen sie mir sehr ans Herz, so dass ich das Buch gar nicht mehr aus der Hand legen könnte. Die 540 Seiten waren für meinen Geschmack viel zu schnell vorbei.

Ich finde Nina Blazon ist eine der ganz großen deutschen Fantasyautoren. Sie kann wunderbare Geschichten aus dem Nichts heraus erzählen und berührt mich dabei so tief, dass die Figuren mich tagelang nicht loslassen.

„Ascheherz“ ist für mich definitiv ein Buch, das ich wieder und wieder lesen könnte! Ich kann es jedem empfehlen, der eine wunderschöne, ungewöhnliche, spannende und romantische Geschichte lesen möchte.

Vielen Dank an den CBT-VERLAG für das Vorableseexemplar!

544 Seiten

CBT

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