„Ein Haus ohne Bücher ist arm, auch wenn schöne Teppiche seinen Boden und kostbare Tapeten und Bilder die Wände bedecken.“ Hermann Hesse

Beiträge mit Schlagwort ‘Geheimnis’

„Die Insel der besonderen Kinder“ von Ransom Riggs [Leseeindruck]


Ich war sehr gespannt auf das Buch, denn schon das Cover wirkt mysteriös und etwas unheimlich. Genauso empfand ich dann auch die Geschichte.

Zunächst scheint die Welt, in der Jacob lebt, recht normal zu sein. Wären da nicht die unheimlichen Geschichten, die sein Opa ihm erzählt hat, als er noch ein kleines Kind war. Doch inzwischen Jacob fast erwachsen und glaubt nicht mehr an Schauermärchen. Doch als er seinen Großvater sterbend findet, keimen Zweifel in Jacob. Sind die Geschichten über Insel und die besonderen Kinder vielleicht doch keine Märchen?

Von Anfang an begleitete mich während des Lesens ein Gefühl, dass gleich etwas passieren wird. Die Bilder, die in der Geschichte beschrieben und auch als Fotos dargestellt werden, ließen eine gruselige Stimmung aufkommen. Doch verlief Jacobs Leben so normal, dass diese fast völlig verschwand. Jedoch nur fast, denn als Jabocs Großvater stirbt, ändert sich alles… Ich konnte mich sehr gut in Jacob hineinversetzen, so dass ich seine Zweifel und Ängste beinahe selbst spürte. Die Geschichte war vom Anfang bis zum Ende sehr spannend, mit vielen überraschenden und erschreckenden Momenten. An einigen Stellen konnte ich mich angenehm gruseln, ohne dass es blutrünstig wurde, an anderen Stellen musste ich schmunzeln, da die Geschichte auf eine lockere Art erzählt wird. Die vielen Fotos geben der Geschichte eine tolle Atmosphäre und machen das Buch zu etwas Besonderem, weil man während des Lesens noch auf einer anderen Ebene angesprochen wird. Ein spannendes Leseerlebnis!

Vielen Dank an die Droemer-Knaur Testleseraktion!

PAN

416 Seiten

„Die Insel der besonderen Kinder“ bei amazon

[Ein Leseeindruck ist KEINE Rezension. Bei einem Leseeindruck schreibe ich einfach ein paar Gedanken und Gefühle auf, die ich während des Lesens habe bzw. empfinde.]

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„Holundermond“ von Jutta Wilke [Rezension]


Wilke_HolundermondNele macht gerade eine schwere Zeit durch, denn ihre Eltern haben sich vor Kurzem getrennt. Um ihrem Vater (Jan) nahe zu sein, schleicht sich das 12-jährige Mädchen in dessen Auto und fährt heimlich mit nach Wien. Dort soll Jan eine Serie geheimnisvolle Diebstähle in Kirchen aufklären. Als Nele sich das hiesige Kloster mit ihrem neuen Freund Flavio ansieht, ahnt sie noch nicht, welche Geheimnisse sich hinter den dicken Klostermauern verbergen…

Jutta Wilke erzählt in ihrem Buch „Holundermond“ die Geschichte von Nele und Flavio, die gemeinsam ein großes und gefährliches Abenteuer erleben.

Von Anfang an konnte ich mich in Nele hineinversetzen, denn die Autorin beschreibt sehr schön bzw. traurig, wie sich das Mädchen fühlt. Ich denke, auch jüngere Leser können sich mit Nele identifizieren, denn sie ist sympathisch und wird mit ihren Problemen und ihrem Verhalten sehr authentisch dargestellt.

Außerdem beschreibt Jutta Wilke das Kloster, den Naschmarkt und die anderen Schauplätze sehr anschaulich, sodass man sich gut vorstellen kann, wo der Roman spielt und wie alles aussieht. Die Geschichte ist sehr spannend und steckt voller Rätsel, die zu einem großen und sehr mysteriösen Geheimnis gehören. Spannung und Rätsel kommen ohne Gewalt und Brutalität aus, sodass die Geschichte auch für Kinder ab 10 Jahren geeignet ist. Trotzdem können auch Erwachsene „Holundermond“ lesen, denn die Autorin schreibt nicht zu kindlich, sondern in einem leichten Erzählstil, der sich sehr angenehm liest.

Ganz nebenbei werden einige geschichtliche Fakten vermittelt und außerdem lernt man Kloster, Gemälde mit ihren Symbolen und Hintergründe dazu kennen, was ich sehr interessant fand.

Insgesamt ist „Holundermond“ ein spannender, kurzweiliger Krimi mit mystischen Elementen, der für Kinder und Erwachsene gleichermaßen geeignet ist.

4,5

Vielen Dank an den Coppenrath-Verlag, für die Bereitstellung des Rezensionsexemplars! Außerdem hat der Verlag einen Plan des Klosters, ein Bild des Gemäldes, das eine große Rolle in der Geschichte spielt, einen kleinen Plan von Wien mit den wichtigsten Schauplätzen und ein kleines schwarzes Notizbuch (wer „Holundermond“ gelesen hat, wird wissen, was es damit auf sich hat) dem Buch beigelegt. Vielen Dank für diese tolle Überraschung, es hat die Geschichte perfekt ergänzt!

Coppenrath

320 Seiten

„Holundermond“ auf amazon.de

„Das Vermächtnis der Feen“ von Brigitte Endres [Rezension]


Merkwürdige Dinge geschehen als Josie ihren Vater in Chicago besucht. Was hat es mit dieser seltsamen Amsel auf sich, die dem Mädchen eine geheimnisvolle Fibel bringt? Wird Josie langsam verrückt und bildet sich die ganzen Geschehnisse ein? Doch als sie auf Amy trifft, die ihr so ähnlich sieht, dass die beiden Schwester sein könnten, scheinen die Dinge einen Sinn zu ergeben, einen zutiefst mysteriösen. Doch dies ist erst der Anfang. Die Mädchen ahnen nicht, in welch uralte Fehde sie hineingeraten sind und welches Erbe sie in sich tragen…

In „Das Vermächtnis der Feen“ erzählt Brigitte Endres eine Geschichte, in der Mythen, Fantasie und uralte Flüche lebendig werden und das Leben von Josie und Amy dramatisch verändern.

Ich war sehr gespannt auf das Buch, denn das Cover ist wunderschön gestaltet und lockte mich die Geschichte zu lesen. Es hat eine frühlingshaft grüne Farbe, ist mit glänzendem Lack bedruckt und erinnert schon von der Aufmachung an Feen. Nach dem Lesen der Geschichte muss ich feststellen, dass es auch tatsächlich sehr zum Buch passt. Die Amsel ist ein kleiner Hinweis auf die Geschichte und die Farbe des Umschlages verrät, wo sich ein großer Teil der Handlung abspielt, nämlich auf der „Grünen Insel“.

Vom Anfang der Geschichte war ich jedoch etwas enttäuscht. Ein „Zufall“ reihte sich an den Nächten, und auch wenn Josie das alles sehr seltsam vorkommt, kam für mich keine mysteriöse Stimmung auf. Vielmehr wirkten die Ereignisse konstruiert und aneinandergereiht, weswegen sich die ersten 100 Seiten sehr zähflüssig lesen ließen.

Doch als Josie Amy kennenlernt und die beiden nach Irland reisen, ändert sich das komplett. Die Geschichte wird spannend, dramatisch und liest sich einfach nur noch wunderbar flüssig. Ich war überrascht, wie sich dieser Kritikpunkt auf einmal auflöste und sich eine wunderbare Geschichte zu entwickeln begann.

Irland wird sehr schön beschrieben, als grün und wetterlaunisch und ist somit der perfekte Schauplatz für fantastische Geschichten. Die Autorin webt irische Mythen von Feen und Trollen in die Handlung mit ein, so dass man sich auf die Insel versetzt fühlt, auf der die Sidhe noch immer eine große Rolle spielen.

Die Figuren waren mir sehr sympathisch und ich konnte mich gut in Josie hineinversetzten. Sie hat öfter gezweifelt, doch immer wieder an sich, ihre Freunde und Familie geglaubt und sich dadurch immer wieder überwunden, eine Haltung, die ich bewundere, denn im Angesicht der eigenen Angst weiter zu machen, erfordert viel Mut.

Die vielen gereimten Verse der magischen Wesen haben mich manchmal schon ein bisschen genervt :), aber die Erklärung dafür war einleuchtend und interessant.

Insgesamt fand ich das Buch nach dem schleppenden Beginn sehr schön. Es hat mich mit schönen Beschreibungen der Schepselwelt (Schepsel = Mensch) und einer durch und durch fantastischen und fantasievollen Handlung gefesselt und gut unterhalten!

Ich danke dem planet Girl-Verlag ganz herzlich für das Rezensionsexemplar!

448 Seiten

planet Girl

„Das Vermächtnis der Feen“ auf amazon

Website der Autorin

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