„Ein Haus ohne Bücher ist arm, auch wenn schöne Teppiche seinen Boden und kostbare Tapeten und Bilder die Wände bedecken.“ Hermann Hesse

Beiträge mit Schlagwort ‘Magie’

„Sturm im Elfenland“ von Frances G. Hill [Rezension]


Als eines Nachts Ivaylos Eltern des Hochverrats an König Auberon beschuldigt und bestraft werden, bricht für den Elfenjungen eine Welt zusammen. Daraufhin muss er aus seinem geliebten Schattenwald zu seinen Verwandten ziehen. Seine Cousine Alana ist anfangs alles andere als glücklich über den verschwiegenen Jungen, der nun mit ihr und ihrem Bruder unterrichtet wird. Doch was hat es mit dem Sternenstein auf sich, den Ivaylo trägt? Und warum ist er so bewandert in magischen Dingen, wenn die Ausübung von Magie doch vom König verboten wurde? Außerdem öffnen sich im ganzen Elfenland Dämonentore, die den Frieden des Landes bedrohen…

In „Sturm im Elfenland“ von Frances G. Hill wird die Geschichte zweier junger Elfen erzählt – Ivaylo und Alana, die gemeinsam ein gefährliches Abenteuer erleben.

Um mit der Geschichte warm zu werden, brauchte ich mehrere Anläufe. Die Verhaftung von Ivaylos Eltern ist zwar ein tragischer, gefährlicher und spannender Einstieg, doch danach verläuft die Geschichte vor allem ruhig. Es gibt zwar immer wieder kleiner Zwischenfälle, aber wirklich viel passiert nicht. Man liest größtenteils, wie die Elfen auf dem Gut von Alanas Vater leben und arbeiten. Der Mittelteil der Geschichte konnte mich daher kaum fesseln.

Am sympathischsten war mir dabei der Zwerg Sverre. Er erscheint griesgrämig, überrascht dann aber die Kinder und den Leser. Alana, die Protagonistin, ist eine interessante Figur. Anfangs erscheint sie recht oberflächlich, entwickelt sich dann aber zu einer selbstbewussten jungen Elfe. Ivaylo hingegen blieb mir eher fremd. Man liest zwar einige Passagen aus seiner Perspektive und kann verstehen, wie er sich fühlt, doch bleibt eine Distanz zur Figur.

Beinahe jedes zweite Kapitel ist aus der Sicht Munirs geschrieben, dem engsten Berater König Auberons. So erfährt man viel aus der Vergangenheit des Landes und über die Dämonentore. Dadurch kann man die Geschichte, die sich zwischen Ivaylo, Alana und einigen anderen Personen abspielt, besser verstehen und nachvollziehen.

Der angenehm klare Schreibstil der Autorin kommt ohne zu große Ausschmückungen aus, so dass sich die Geschichte leicht und schnell lesen lässt, wenn mich auch der Inhalt nicht so sehr gefesselt hat. Einzig einige eingestreute Fremdwörter klangen deplatziert, die jedoch in der zweiten Romanhälfte nicht mehr vorkamen.

Zum Ende hin wurde die Geschichte dann doch noch spannend, wenn auch teilweise durchschaubar. Das Ende bildet aber trotzdem einen angenehmen Abschluss der Geschichte.

„Sturm im Elfenland“ konnte mich durch seine eher seichte Handlung nicht so sehr überzeugen. Allerdings ließ sich die Geschichte durch den klaren Schreibstil leicht lesen, so dass der Roman mehr etwas für zwischendurch ist.

Vielen Dank an ArsEdition für das Rezensionsexemplar!

464 Seiten

ArsEdition

„Sturm im Elfenland“ auf Amazon

„Scary City – Das Buch der Schattenflüche“ von Michael Borlik [Rezension]


Irgendetwas geht vor, denkt sich Mats, denn auf einmal sieht er seltsame Wesen, wie fliegende Augen und Schattenpanther. Als er dann noch einen Fairy namens Tic aus der Spree rettet und erfährt, dass es unter Berlin eine geheimnisvolle Stadt gibt, ist er sich sicher: Irgendetwas stimmt nicht! Und Mats soll recht behalten…

Mit „Scary City – Das Buch der Schattenflüche“ hat Michael Borlik einen spannenden Urban-Fantasy-Roman für junge Leser ab 10 Jahren geschaffen.

Schon der Prolog ist so spannend, dass man unbedingt weiterlesen möchte: Geheimnisvolle Wesen, die sich als Mumien entpuppen, bedrohen einen alten Buchhändler, der ein großes Geheimnis bewahrt…

Die ganze Geschichte gestaltet sich ebenso aufregend und rasant, denn es gibt immer neue Geheimnisse zu entdecken. Aber auch der Humor kommt nicht zu kurz, sodass es immer wieder etwas zu lachen gibt, besonders durch den frechen Feenmann Tic.

Geheimnisvoll geht es zu in Berlin! Überraschende Wendungen lassen die Geschichte nicht langweilig werden. Aber auch Freundschaft und Vertrauen spielen eine große Rolle, denn Mats muss die ganze Geschichte nicht alleine durchstehen: Seine beste Freundin Lucy ist ein toughes Mädchen und steht ihm immer zur Seite.

Besonders gut gefielen mir die Handlungsorte, die beschrieben wurden: Mats lebt in einem großen Luxushotel, das von seinen Eltern betreiben wird. Zusammen mit ihnen bewohnt er die oberste Etage.

Die unterirdische Stadt ist das genaue Gegenteil: Dunkel, voller Schattengänger und sehr gefährlich. Alles wird atmosphärisch dicht beschrieben, sodass man sich sehr gut in die Geschichte hineinversetzten kann.

Dabei wird die Geschichte niemals zu heftig oder zu gruselig, sodass sich auch die jungen Leser nicht zu sehr fürchten müssen. Den Autor ist die Balance zwischen einem kindgemäßen Buch und einer spannenden Fantasygeschichte sehr gut gelungen. Mit ihren 176 Seiten und etwas größerer Schrift kann die Geschichte problemlos von Dritt- und Viertklässlern gelesen werden.

Thienemann

176 Seiten

„Scary City – Das Buch der Schattenflüche“ auf Amazon

„Zirkel“ von Sara B. Elfgren und Mats Strandberg [Rezension]


Sechs Mädchen, die unter- schiedlicher nicht sein könnten, sind auserwählt erst ihre Stadt gegen das Böse zu verteidigen und bald vielleicht auch die ganze Welt.

In Engelsfors, einer schwedischen Stadt, ist es nicht so idyllisch, wie der Name vermuten lässt. Es gibt viele Arbeitslose, manche Gegen- den sterben beinahe aus und ein Junge hat sich in der Schule das Leben genommen. Kein Wunder also, dass einige der Mädchen nach der Schule nur noch weg wollen. Doch hat sich Elias wirklich umgebracht? Seine Freundin Linnéa kann das einfach nicht glauben…

Als der Blutmond über der Stadt aufgeht, finden sich die sechs Auserwählten im alten Vergnügungspark zusammen. Diese Treffen verändert ihr ganzes Leben, denn wem können sie noch trauen?

Mit „Zirkel“, dem Auftakt der Zirkel – Feuer – Schlüssel-Trilogie, ist Sara B. Elfgren und Mats Strandberg ein Fantasykrimi der Extraklasse gelungen.

Schon der Beginn ist atemberaubend fesselnd und dramatisch. Man erlebt, wie sich Elias auf der Schultoilette umbringt. Eine merkwürdige Stimme begleitet ihn dabei, von der man nicht weiß, zu wem sie gehört und welche Absichten sie verfolgt.

Im Folgenden lernt man die Mädchen, die wirklich nicht verschiedener sein könnten, kennen: Ida ist eine hinterhältige Zicke. Anna-Karin lebt auf einem Bauernhof in der Nähe und wird von ihren Mitschülern gemobbt. Rebekka ist wunderschön und immer für andere da. Minoo gilt als Streberin, ist aber sehr unsicher und dennoch sympathisch. Linnéa ist rebellisch und Vanessa eher freizügig. Jedes Mädchen wird mit ihren eigenen Problemen, Wünschen und Talenten beschrieben. Die Erzählerfigur betrachtet die sechs immer abwechselnd, so dass man ihre Namen und Eigenheiten schnell zu unterscheiden lernt, was anfangs wegen der vielen Namen gar nicht so einfach ist. Doch sie werden einem schnell vertraut und sympathisch (zumindest fast alle), man fiebert mit ihnen mit und bangt um sie, denn das Böse ist gnadenlos…

Der Schreib- und Erzählstil ist dermaßen fesselnd, dass die Seiten nur so verfliegen. Durch die vielen Szenenwechsel entstehen packende Cliffhanger, die einen verleiten, immer weiter und weiter zu lesen. So ist die Geschichte, obwohl 608 Seiten lang, viel zu schnell vorbei.

Die Mischung aus Magie, Freund- und Feindschaft und ganz normalem Leben, mit vielen unterschiedlichen Problemen, hat mir sehr gefallen. Jeder Leser wird sich wohl in der einen oder anderen Situation wiederfinden, denn man kann den Mädchen im Laufe der Geschichte quasi in die Seele blicken. Es ist spannend zu beobachten, wie sie sich entwickeln und verändern.

Die Geschichte strotzt nur so vor Geheimnissen. Einige erahnt man mit der Zeit langsam, andere Wendungen sind völlig überraschend und viele Fragen bleiben über das Ende hinaus offen.

„Zirkel“ ist wunderbar fesselnder All-Age-Roman, der sowohl fantastische Elemente, als auch Krimianklänge aufweist. Außerdem spielen Gesellschaftskritik, Familienprobleme und das Erwachsenwerden eine Rolle. Elfgren und Strandberg ist damit der furiose Auftakt einer neuen Trilogie gelungen!

Vielen Dank an lovelybooks und den Dressler Verlag für das Leserundenexemplar!

Dressler

608 Seiten

„Zirkel“ auf Amazon

„Seventeen Moons – Eine unheilvolle Liebe“ von K. Garcia und M. Stohl [Gastrezension]


Düster und magisch – eine gelungene Fortsetzung

zum Inhalt:

Seit jenen schicksalhaften Ereignissen an ihrem 16. Geburtstag zieht Lena sich mehr und mehr von allem und jedem zurück und beginnt sich der dunklen Seite zuzuwenden.

Als sie dann dem geheimnisvollen John Breed begegnet, driftet sie immer mehr in Richtung Dunkelheit ab und gibt selbst Ethan auf. Der setzt alles daran, Lena, seine große Liebe wieder zurück auf die lichte Seite zu holen und begibt sich dafür in allerhand Gefahren.

meine Meinung:

Nachdem ich das erste Buch „Sixteen Moons“ gelesen hatte, musste ich natürlich unbedingt wissen, wie es mit Lena und Ethan weiter geht. Nach leichten „Startschwierigkeiten“ auf den ersten 70 Seiten (da fehlte es mir irgendwie an Spannung) fand ich mich wieder in der teils recht düsteren, magischen Welt der Caster, Dämonen usw. zurecht und wurde von dem Buch regelrecht in seinen Bann gezogen. Flüssig geschrieben, ließ es sich gut lesen. Die Charaktere, die bereits bekannten, ebenso wie die neu hinzugekommenen sind so beschrieben, dass man sich gut in ihr Denken und Handeln hineinversetzen kann. Wobei ich zugeben muss, dass Lena, die ich im ersten Buch eigentlich von Beginn an sehr mochte, mir in diesem Buch durch ihr eigensinniges Verhalten zuweilen ein wenig unsympathisch geworden ist. Stellenweise hatte ich sogar regelrecht das Bedürfnis ihr in den Hintern zu treten (wenn das ginge). ;o)

Im Fortlauf der Geschichte klären sich einige bis dahin noch undurchsichtige Geschehnisse auf, was dann auch dazu führt, dass Lenas Verhalten etwas besser verständlich wird. Olivia, genannt Liv hatte ich sofort ins Herz geschlossen, da sie sehr natürlich rüber kommt. Die Orte sind interessant geschildert, man fühlt sich beim lesen regelrecht dahin versetzt.

Die Geschichte ist bis auf den etwas holprigen Beginn nahezu durchweg spannend erzählt und hält die ein oder andere überraschende Wendung bereit.

Meiner Meinung nach ist es ratsam, das Vorgängerbuch zu kennen, damit man die Hintergründe der Geschichte richtig versteht.

Ich bin jetzt total gespannt, wie es im dritten Teil, der hoffentlich nicht allzu lange auf sich warten lässt, weiter geht.

Fazit:

„Seventeen Moons“ ist eine gelungene, spannende Fortsetzung für die ich 4 von 5 Sternen vergebe.

4

© Angelheart76

Rezension zu Band 1 „Sixteen Moons – Eine unsterbliche Liebe“

Vielen Dank an cbj für das Rezensionsexemplar!

512 Seiten

cbj

„Seventeen Moons – Eine unheilvolle Liebe“ auf amazon.de

„Winterwelt“ von Nicole Bulgrin [Rezension]


Arrow war schon immer anders als die anderen Kinder, die im Dorf leben. Sie hat viele Geheimnisse vor ihren Freunden und es gibt noch viel mehr Geheimnisse, von denen selbst Arrow nichts ahnt.

Als sie eines Nachts von ihrem Vater in den Wald geführt wird, verändert sich ihr ganzes Leben. Ihr Vater öffnet vor ihren Augen den Eingang in das Paradies. Arrow ist fasziniert von den vielen Wesen, die es gibt und von der Schönheit und der Andersartigkeit dieser Welt.

Doch bald ändert sich Arrows Leben erneut. In einer vom Winter regierten Welt findet sie sich wieder, ohne Gedächtnis und ohne Vergangenheit.

In „Winterwelt“ erzählt Nicole Bulgrin die Geschichte eines jungen Mädchens, das erkennt, dass es auf der Welt viel mehr Wunder gibt, als es je für möglich gehalten hätte und dass manche Geschichten doch keine Märchen sind…

Das gesamte Buch ist in Eigenregie der Autorin entstanden, sogar das schöne Cover hat sie selbst gestaltet. Von solch einem Durchhaltevermögen und Entschlossenheit, alles alleine auf die Beine zu stellen, war ich schon mal begeistert. So war ich dann auch sehr gespannt auf die Geschichte, die anscheinend solch eine Faszination ausübt, dass sie auf jeden Fall erzählt werden möchte.

Und schon die ersten Seiten begeisterten mich. Zunächst lernt man die Protagonistin, Arrow, und die Welt in der sie lebt, kennen. Der Schreibstil der Autorin ist dabei angenehm zu lesen. Sie beschreibt alles sehr anschaulich. Die Geschichte spielt am Anfang des 19. Jahrhunderts und verbreitet durch den vielen Schnee und Plätzchenduft eine wunderbar heimelige Atmosphäre. Man spürt von Beginn an die Magie, die Arrow umgibt und die ihr selbst noch rätselhaft erscheint.

Doch die magische Welt lässt nicht lange auf sich warten. Einmal in sie eingetaucht, konnte ich mich ihr nicht mehr entziehen. Anfangs war ich, genau wie Arrow, überwältigt von den vielen magischen Wesen, die es dort gibt. Doch man lernt sie kennen und mögen. Besonders spannend und aufregend fand ich in diesem Zusammenhang die „Wilde Jagd“, die immer wieder beschrieben wird. Ich gruselte mich zusammen mit den zwei Frauen und sehnte den Sonnenaufgang herbei :-).

Ich fand es sehr spannend und interessant eine  Geschichte quasi „in Reinkultur“ kennenzulernen. So bemerkt man die persönliche Art der Autorin sehr deutlich, die mir sehr sympathisch war. Über manche Formulierungen wunderte ich mich zwar und der Schreibstil erschien mir nicht immer ganz rund, was aber den Gesamteindruck der Geschichte nicht stört.

Einzig Arrow hat mir so manches Mal ein Kopfschütteln entlockt, denn sie erschien teilweise über alle Maße aufopferungsbereit und perfektionistisch. Dennoch hat mich die Geschichte begeistert. Sie  übte einen so großen Sog auf mich aus, dass ich das Buch kaum mehr aus der Hand legen konnte. Vielen Figuren, wie Anne oder Keylam, sind mir richtig ans Herz gewachsen, so dass ich mich sehr auf den zweiten Teil der Trilogie freue!

Vielen herzlichen Dank an die Nicole Bulgrin und lovelybooks, für das Leserundenexemplar und das anregende, gemeinsame Lesen! Es hat mir viel Spaß gemacht.

495 Seiten

BoD

„Winterwelt“ auf Winterwelt-Fantasy

„Das Vermächtnis der Feen“ von Brigitte Endres [Rezension]


Merkwürdige Dinge geschehen als Josie ihren Vater in Chicago besucht. Was hat es mit dieser seltsamen Amsel auf sich, die dem Mädchen eine geheimnisvolle Fibel bringt? Wird Josie langsam verrückt und bildet sich die ganzen Geschehnisse ein? Doch als sie auf Amy trifft, die ihr so ähnlich sieht, dass die beiden Schwester sein könnten, scheinen die Dinge einen Sinn zu ergeben, einen zutiefst mysteriösen. Doch dies ist erst der Anfang. Die Mädchen ahnen nicht, in welch uralte Fehde sie hineingeraten sind und welches Erbe sie in sich tragen…

In „Das Vermächtnis der Feen“ erzählt Brigitte Endres eine Geschichte, in der Mythen, Fantasie und uralte Flüche lebendig werden und das Leben von Josie und Amy dramatisch verändern.

Ich war sehr gespannt auf das Buch, denn das Cover ist wunderschön gestaltet und lockte mich die Geschichte zu lesen. Es hat eine frühlingshaft grüne Farbe, ist mit glänzendem Lack bedruckt und erinnert schon von der Aufmachung an Feen. Nach dem Lesen der Geschichte muss ich feststellen, dass es auch tatsächlich sehr zum Buch passt. Die Amsel ist ein kleiner Hinweis auf die Geschichte und die Farbe des Umschlages verrät, wo sich ein großer Teil der Handlung abspielt, nämlich auf der „Grünen Insel“.

Vom Anfang der Geschichte war ich jedoch etwas enttäuscht. Ein „Zufall“ reihte sich an den Nächten, und auch wenn Josie das alles sehr seltsam vorkommt, kam für mich keine mysteriöse Stimmung auf. Vielmehr wirkten die Ereignisse konstruiert und aneinandergereiht, weswegen sich die ersten 100 Seiten sehr zähflüssig lesen ließen.

Doch als Josie Amy kennenlernt und die beiden nach Irland reisen, ändert sich das komplett. Die Geschichte wird spannend, dramatisch und liest sich einfach nur noch wunderbar flüssig. Ich war überrascht, wie sich dieser Kritikpunkt auf einmal auflöste und sich eine wunderbare Geschichte zu entwickeln begann.

Irland wird sehr schön beschrieben, als grün und wetterlaunisch und ist somit der perfekte Schauplatz für fantastische Geschichten. Die Autorin webt irische Mythen von Feen und Trollen in die Handlung mit ein, so dass man sich auf die Insel versetzt fühlt, auf der die Sidhe noch immer eine große Rolle spielen.

Die Figuren waren mir sehr sympathisch und ich konnte mich gut in Josie hineinversetzten. Sie hat öfter gezweifelt, doch immer wieder an sich, ihre Freunde und Familie geglaubt und sich dadurch immer wieder überwunden, eine Haltung, die ich bewundere, denn im Angesicht der eigenen Angst weiter zu machen, erfordert viel Mut.

Die vielen gereimten Verse der magischen Wesen haben mich manchmal schon ein bisschen genervt :), aber die Erklärung dafür war einleuchtend und interessant.

Insgesamt fand ich das Buch nach dem schleppenden Beginn sehr schön. Es hat mich mit schönen Beschreibungen der Schepselwelt (Schepsel = Mensch) und einer durch und durch fantastischen und fantasievollen Handlung gefesselt und gut unterhalten!

Ich danke dem planet Girl-Verlag ganz herzlich für das Rezensionsexemplar!

448 Seiten

planet Girl

„Das Vermächtnis der Feen“ auf amazon

Website der Autorin

“Dark Swan 02. Dornenthron” von Richelle Mead [Rezension]


Eugenie lebt zwischen den Welten. In Tucson geht sie immer noch ihrem Job als Schamanin nach. Sie ist total durcheinander, denn Kiyo verbringt viel Zeit mit seiner schwangeren Ex. Doch in der Anderswelt ist Eugenie die Dornenkönigin und muss sich um ihr Volk kümmern. In letzter Zeit verschwinden immer wieder junge Mädchen spurlos. Als Eugenie herausfindet, wer dahinter steckt, ist es schon viel zu spät…

Im zweiten Band der „Dark Swan“-Serie „Dornenthron“, erzählt Richelle Mead eine Geschichte, die Eugenie weit in die Anderswelt hinein führt, weiter als ihr selbst lieb ist.

Schon von Anfang an zog mich die Geschichte in ihren Bann. Nach einigen Seiten wusste ich wieder, was während des ersten Bandes „Sturmtochter“ geschehen war. Schon damals fesselte mich die Geschichte und ich hoffte sehr, dass dies auch in „Dornenthron“ der Fall sein würde. Ich wurde nicht enttäuscht.

Nach einer kurzen Rekapitulation von Eugenies Geschichte begegnet der Leser gleich dem ersten großen Konflikt des Buches. Maiwenn, Kiyos Ex-Freundin, feiert eine Babyparty für ihr noch Ungeborenes, zu der Eugenie eingeladen ist. Von Anfang an merkt der Leser, in welchem Zwiespalt sich Eugenie befindet. Ich konnte ihre Gefühle gut nachvollziehen, denn die Autorin beschreibt plausibel und sensibel, wie hin und hergerissen die junge Schamanin ist.

Schon im zweiten Kapitel reist Eugenie in die Anderswelt, was richtungsweisend für die folgende Geschichte ist, denn ein großer Teil des Buches spielt sich, zu meiner Freude, dort ab. Ich finde es immer wieder faszinierend, welch einzigartige Welt Richelle Mead geschaffen hat. Auf der einen Seite steht das Land, das sich seinem jeweiligen Herrscher anpasst und sich nicht mit menschlichen Entfernungsmaßstäben messen lässt und auf der anderen Seite wird es so wunderbar lebendig und anschaulich beschrieben. Die Autorin zeigt die Schönheit und die Grausamkeit des Dornenlandes gleichermaßen und lässt dadurch eine wunderbare Umgebung entstehen, die ich mir sehr gut vorstellen konnte und die einen Teil des Charmes der „Dark Swan“-Reihe ausmacht.

Aber auch die Personen sind einzigartig. Menschen und Glanzvolle stehen sich gegenüber, nur Eugenie weiß nicht so recht, wohin sie eigentlich gehört. Dorian, der Eichenkönig, ist eine markante Persönlichkeit, doch auch Kiyo hat seine Stärken, so dass Spannungen schon vorprogrammiert sind.

Die Erotik, die immer wieder in die Geschichte einfließt, spielt eher eine untermalende Rolle. Für alle, die ein paar heiße Liebesszenen mögen, sind diese das i-Tüpfelchen. Doch ist sie keines Wegs dominierend und drückt zum Teil eine Eigenart der Anderswelt aus.

Zusammenfassend kann ich sagen, dass „Dornenthron“ mir sogar noch besser gefallen hat als „Sturmtochter“, denn man lernt die Anderswelt besser kennen und meine Lieblingsfigur Dorian spielt wieder eine tragende Rolle. Außerdem ist die Geschichte sehr spannend und enthält einige unerwartete Wendungen, so dass das Buch bis zum Ende spannend und sehr dramatisch bleibt.

Ich freue mich sehr auf den dritten Band „Feenkrieg“, der voraussichtlich im August 2011 erscheinen wird.

Rezension zu Band 1 „Strumtochter“

Vielen Dank an den Egmont Lyx-Verlag, für die Bereitstellung des Rezensionsexemplars!

Lyx

350 Seiten

„Dark Swan 02. Dornenthron“ bei amazon

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