„Ein Haus ohne Bücher ist arm, auch wenn schöne Teppiche seinen Boden und kostbare Tapeten und Bilder die Wände bedecken.“ Hermann Hesse

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„Meridian – Flüsternde Seelen“ von Amber Kizer [Rezension]


Auf der Suche nach einer Fenestra gelangen Meridian und Tens in eine Kleinstadt in der Nähe von Indianapolis. Doch wie sollen sie das Mädchen fast ohne Hinweise und noch vor ihrem 16. Geburtstag finden? Hilfe erhalten die beiden von ganz überraschender Seite. Doch die Suche ist sehr gefährlich, denn die Aternocti wollen das Mädchen für sich und schrecken dafür vor nichts zurück, auch nicht vor Mord…  

In „Flüsternde Seelen“ dem zweiten Band der Meridian-Trilogie der US-amerikanischen Autorin Amber Kizer geht die Geschichte um Fenestra und Aternocti , Gut und Böse, weiter.

Schon der Prolog baute eine düstere Atmosphäre auf, die einen großen Teil der Geschichte umfasst, denn das Leben der Fenestra Juliet und der anderen Kinder im Dunkelbarger-Sanatorium (kurz: DG) ist eines ganz sicher: düster.

„Welches Kind die Abkürzung DG anstelle von DB geprägt hatte, ist nicht überliefert. Die älteren Insassen wussten genau, wofür diese Initialen standen: Düsternis und Grauen. Dummheit und Gehässigkeit. Dahinsiechen und Gram.“

Neben Meridian ist Juliet Protagonistin in dieser Geschichte. Es wird abwechselnd aus der Ich-Perspektive beider Mädchen erzählt, wodurch viele spannende Cliffhanger entstehen. Diese animieren zum Weiterlesen, was durch den angenehm flüssigen Schreibstil eine Freude ist.

Juliets Leben ist hingegen kein Vergnügen. Trotzdem kümmert sie sich aufopfernd um die jüngeren Kinder und die alten Menschen. Mit ihren Wünschen, Ängsten und Hoffnungen wird sie sehr komplex beschrieben und ist dadurch eine interessante Figur. Sie wird einem während des Lesens schnell sympathisch und wächst ans Herz. Meridian und Tens öffnen sich dem jeweils Anderen langsam und lernen sich ganz behutsam besser kennen.

Die Geschichte ist immer wieder überraschend und unvorhersehbar, denn man weiß nicht, wer was im Schilde führt, wer Aternocti und wer „nur“ böse ist. Lichtblicke sind hingegen die Menschen, die aus reiner Nächstenliebe helfe und einem dadurch während des Lesens ein positives Gefühl geben.

Diese gegensätzlichen Figuren machen die Geschichte traurig und sehr berührend, aber nicht beklemmend. Man wird von Trauer und Verzweiflung nicht erdrückt, denn ein kleiner Funken Hoffnung bleibt immer, auch wenn die Situation noch so ausweglos erscheint.

Den krönenden Abschluss bildet ein spannendes Finale, das gespannt auf den dritten Band der Trilogie warten lässt. Zwar wurden einige Fragen aus Teil eins beantwortet, doch genauso viele neue wurden eröffnet und machen neugierig, wie es mit Meridian, Juliet und Tens ausgeht.

Rezension zu „Meridian – Dunkle Umarmung“

Vielen Dank an den PAN-Verlag für das Rezensionsexemplar!

432 Seiten

PAN

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