„Ein Haus ohne Bücher ist arm, auch wenn schöne Teppiche seinen Boden und kostbare Tapeten und Bilder die Wände bedecken.“ Hermann Hesse

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„Schattenauge“ von Nina Blazon [Rezension]


Zoe spürt es genau: Irgendetwas passiert mit ihr. Sie verändert sich, oder wird sie etwa verrückt? Gil weiß genau, was mit Zoe geschieht, denn er hat das alles schon hinter sich. Er ist anders. Gefährlich anders und er ist nicht der Einzige…

Nina Blazon entführt den Leser in „Schattenauge“ in eine gefährliche und geheimnisvolle Welt, die Welt der Panthera, die unerkannt unter den normalen Menschen leben.

„Schattenauge“ ist eine ebenso mysteriöse, wie spannende Geschichte. Thriller und Fantasy vermischen sich atmosphärisch dicht.

Auf der einen Seite sieht man Zoe, wie sie sich langsam verändert, um ihrem Alltag zu entfliehen. Sie ist eine interessante Figur, mit der man gut mitfühlen kann. Probleme mit dem Ex, dem kleinen Bruder oder der Mutter sind bei ihr, wie bei „normalen“ anderen Mädchen an der Tagesordnung, doch um diesen zu entfliehen, geht Zoe leidenschaftlich gerne laufen, eine Eigenschaft, die ihr „neues“ Dasein auszeichnet.

Mit Gil lernt man hingegen jemanden kennen, der fast ganz unten ist. Er hält sich mit Schwarzarbeit über Wasser und versucht mit aller Macht nicht so zu werden, wie die anderen, die nur noch ihrem Instinkt folgen. Doch auch Gil ist sympathisch, denn er findet sich nicht mit seiner Situation ab. Er versucht etwas zu tun und mehr über das Wesen der Panthera heraus zu finden.

Durch diese zwei verschiedenen Charaktere sieht der Leser die Geschichte aus völlig verschiedenen Blickwinkeln und beginnt erst Stück für Stück mit Zoe zu begreifen, was es mit den Panthera auf sich hat.

Die Autorin erzählt die Geschichte so geheimnisvoll, dass man nach 150 Seiten erst beginnt zu verstehen, was mit Gil los ist und in welche Richtung sich Zoe entwickelt. Man möchte immer weiterlesen um die Geheimnisse der Panthera zu erfahren und das ist durch die angenehm flüssige Schreibweise Nina Blazons auch sehr gut möglich. Die Seiten verfliegen geradezu und die Geschichte entwickelt sich in eine ganz andere Richtung, als es anfangs den Anschein hat. Das Ende ist hervorragend gelungen. Man ahnt zwar schon in Ansätzen, was passieren könnte, aber das ganze Ausmaß der Katastrophe entdeckt man erst zusammen mit den Protagonisten.

Mit „Schattenauge“ ist Nina Blazon ein ungemein spannender und mystischer Fantasy-Thriller gelungen, der auf einer tollen, sehr fantasievollen Idee basiert. Es hat Spaß gemacht, das Buch zu lesen!

Vielen Dank an den RAVENSBURGER VERLAG, für das Rezensionsexemplar!

480 Seiten

RAVENSBURGER

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