„Ein Haus ohne Bücher ist arm, auch wenn schöne Teppiche seinen Boden und kostbare Tapeten und Bilder die Wände bedecken.“ Hermann Hesse

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„Dangerous Deal“ von Andreas Schlüter [Rezension]


Was machst du, wenn dir jemand eine halbe Million Euro anbietet? Für eine läppische CD mit Infos, die du sowieso nicht kapierst. Und falls du ablehnst, bist du tot.

Als Christoph in den Besitz einer Daten-CD kommt, ahnt er zunächst nicht, dass der Inhalt höchst brisante Angaben enthält. Krass, dass ihm dafür plötzlich jemand eine halbe Million Euro anbietet! Doch dann sterben die Leute, die ihm die CD abkaufen wollten, auf mysteriöse Weise – und plötzlich ist Christoph selbst in höchster Gefahr… (Quelle: Kosmos-Verlag)

Von Anfang  an war ich von der Geschichte gefesselt, denn sie beginnt rasant. Der Tod des Nachbarn Sebastian Königs macht Christoph betroffen und schneller als ihm lieb ist, erhält er ein mysteriöses und gefährliches Erbe. Gemeinsam mit Christian stellt man als Leser Vermutungen an, was die Daten bedeuten könnten, ob Königs Tod ein Unfall war und wer an die Daten herankommen möchte.

Der Autor versteht es dabei von Beginn an eine dunkle Stimmung zu erzeugen, die den Leser während der gesamten Lektüre nicht verlässt. Die gefühlte Bedrohung ist für Christian und seine Freunde auch sehr real, wie sich schnell herausstellt.

Als Leser fiebert man mit den vieren mit, denn so seltsam Christophs Freunde auch manchmal erscheinen, so sympathisch war mir der Schüler doch. Anfangs erschien er nicht besonders mutig ist, denn er traute sich nicht seine Angebetete anzusprechen, doch im Laufe der Geschichte handelt er verantwortungsbewusst und intelligent. Es wird immer mal wieder über Moral diskutiert, wobei besonders Laura und Benny (Freunde von Christian) oft unterschiedliche Meinungen vertreten.

Allerdings erschien es mir schon etwas seltsam, dass Christoph weder seine Eltern informiert, noch (anfangs) zur Polizei geht und mit der ganzen Geschichte allein klarkommen möchte. Inwieweit das realistisch ist, bleibt fraglich. Für mich als Leserin blieb es dadurch jedoch sehr spannend, denn immer wieder stellt sich die Frage: Wem kannst du trauen?, die in dieser Geschichte sehr schwer zu beantworten ist…

Bis zum Ende hin gefiel mir die Geschichte richtig gut, denn sie hat alles, was ein guter Thriller braucht: Spannung, eine realistische Grundidee und mutige Charaktere. Auch die Themen Liebe, Freundschaft und Vertrauen spielten eine wichtige Rolle, wodurch sich auch jugendliche Leser mit den Figuren identifizieren können.

Das Ende der Geschichte ließ mich dann etwas ratlos zurück. Es kam sehr plötzlich und riss mich förmlich aus dem Fluss der Geschichte heraus. Allerdings passt es gut zur Geschichte, denn diese bleibt sich in ihrer realistischen Darstellung bis zum Ende treu.

„Dangerous Deal“ ist für mich damit eine Geschichte, die zum Nachdenken anregt. Sie enthält viel Wahres, von dem man im Alltag sicherlich nichts mitbekommt, was im Verborgenen jedoch passiert. Durch die spannende und geheimnisvolle Atmosphäre war ich von Anfang bis Ende gefesselt und konnte das Buch kaum aus der Hand legen.

3,5

Vielen Dank an Lies und Lausch und den Kosmos Verlag für das Leserundenexemplar!

304 Seiten

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