„Ein Haus ohne Bücher ist arm, auch wenn schöne Teppiche seinen Boden und kostbare Tapeten und Bilder die Wände bedecken.“ Hermann Hesse

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„Strange Angels 02. Verraten“ von Lili St. Crow [Rezension]


Endlich in der Schola angekommen, wähnt sich Dru in Sicherheit vor Sergej. Doch warum wird ihr nicht beigebracht, wie man kämpft, sich verteidigt? Warum wird die Schola immer wieder von den Nosferatu angegriffen? Schließlich weiß niemand, dass Dru dort ist. Oder etwa doch? Sollte Christophes Verdacht stimmen und es einen Verräter geben? Aber kann Dru Christophe oder überhaupt jemandem trauen?

In „Verraten“ dem zweiten Teil der Strange-Angels-Trilogie der US-amerikanischen Autorin Lili St. Crow findet sich Dru in einem Netz aus Lügen und Intrigen wieder…

Dieser Band knüpft zeitlich genau an den ersten an. Im Prolog wird nur die letzte entscheidende Fluchtszene wiederholt, sodass der Leser im Bilde ist, was am Ende des vorherigen Bandes passierte. Dadurch ist man sehr schnell wieder im Geschehen. Allerdings werden wichtige Szenen, wie die Begegnung mit Drus totem Vater im Laufe der Geschichte in Form von Erinnerungen wiederholt.

Im Großen und Ganzen bleibt sich die Autorin auch im zweiten Teil treu: Auch wenn sich Dru mehr oder weniger gut behütet in der Schola, einer Schule für junge Werwölfe und Djampire, befindet, sind Kämpfe, Auseinandersetzungen und Verletzungen ein ständiges Thema.

Graves und Christophe spielen wieder eine Rolle, aber es kommen auch neue Personen, wie der Schulleiter oder Drus Klassenkameraden hinzu. Man lernt die Hauptpersonen besser kennen, so erfährt man z.B. einige überraschende Details über Christophe, bei dem man nie weiß, was sein eigentliches Ziel ist.

An Handlung passiert auch im zweiten Band der Trilogie nicht viel. Jedoch ist die Geschichte nach einem etwas tristen Beginn (Dru wird nicht richtig unterrichtet und fühlt sich nicht gerade wohl) immer spannend, denn die Fragen nach dem Verräter, ob es diesen überhaupt gibt und welche Rolle Christophe spielt, hängen wie ein Damoklesschwert über Dru. Ihr und auch dem Leser ist immer wieder unklar, wem oder ob man überhaupt jemandem trauen kann.

Die Sprache ist zwar wieder flüssig und gut zu lesen, jedoch störten mich einige seltsame Vergleiche, sinnlose Teile in Gesprächen, die konstruiert wirken und merkwürdige Gedankengänge. So unterhalten sich Dru und Graves gerade über irgendetwas Wichtiges und Graves fragt auf einmal, wofür Dru die Abkürzung ist oder Christophe besucht Dru überraschend, woraufhin sie darüber nach denkt, dass ihr die Pyjamahose in der Poritze klemmt und dass sie das jetzt, wo Christophe im Zimmer ist, unmöglich ändern kann…

„Verraten“ konnte mich trotz einiger Mängel fesseln, denn die Geschichte ist spannend, überraschend, undurchschaubar und kommt ohne große Einleitung aus, sodass man sich von Anfang an mitten im Geschehen wiederfindet!

Rezension zu Band 1 „Verflucht“

Vielen Dank an den PAN-Verlag für das Rezensionsexemplar!

384 Seiten

PAN

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„Strange Angels 01. Verflucht“ von Lili St. Crow [Rezension]


Als Drus Vater eines Abends nicht nach Hause kommt, ahnt sie Schlimmes. Er war losgezogen um etwas Altes, Gefährliches und Böses unschädlich zu machen. Und tatsächlich: Nach einer durchwachten Nacht kehrt er zurück – jedoch tot, als halb verwester Zombie. Für Dru bricht eine Welt zusammen, denn nun hat sie niemanden mehr und ist auf sich allein gestellt.

„Verflucht“ ist der erste Teil der Strange-Angels-Trilogie der US-amerikanischen Autorin Lili St. Crow.

Etwas skeptisch war ich schon, da der Roman als Zombieroman beworben wurde und ich zuvor noch kein Zombiebuch gelesen hatte. Gleich am Anfang taucht dann auch einer auf, was sehr eklig dargestellt wird. Schlimm genug, dass es sich bei dem Zombie um Drus Vater handelt, doch dann wird sein halb verfaultes Gesicht und der Verwesungsgeruch ausführlich beschrieben. Die ganze Szenerie empfand ich als ziemlich abstoßend, zum Glück war es jedoch fast die einzige und schlimmste der Geschichte.

Was mich jedoch wirklich störte, war der Stillstand der Handlung im ersten Drittel des Buches. Alles wirkt hoffnungslos, ziellos und unendlich bedrückend, ohne Aussicht auf Besserung. Sicherlich fühlt sich die Situation für Dru so an, doch auch ich als Leserin fühlte mich so bedrückt und orientierungslos in der Geschichte, dass ich das Buch für eine ganze Weile zur Seite legte.

Eine letzte Chance wollte ich der Geschichte doch noch geben, deshalb las ich weiter und es wurde tatsächlich besser. Graves, ein Bekannter aus der Schule, gibt Dru schon ein bisschen Halt und auch eine Aufgabe, doch als Christophe, ein Djamphir (= Halbvampir), auftaucht nimmt die Geschichte nicht nur Fahrt auf, sondern wird in eine Richtung gelenkt, denn er nimmt sich Drus an und hilft ihr. Er ist sehr geheimnisvoll, schwer zu durchschauen und sieht (natürlich ;)) blenden aus. Zusammen mit Graves und Dru bilden die drei ein ungleiches, aber unterhaltsames und schlagkräftiges Team.

Des Weiteren werden in der Geschichte Waffen ausführlich beschrieben, genau wie die diversen Verletzungen der Protagonistin. Blaue Flecken und Schmerzen in jeglichen Körperteilen sind beinahe normal, werden aber immer wieder genannt. Mit den Nebenfiguren wird auch nicht zimperlich umgegangen, denn von ihnen sterben einige.

Der Schreibstil der Autorin ist flüssig und liest sich gut. Wenn man kein Problem mit einigen ekligen Szenen, Waffen, daraus resultierender Gewalt hat, kann man eine spannende, fantastische Welt entdecken, in der viele Wesen, wie Kakerlaken- und Poltergeister oder Werwölfe, Nosferatu und Djamphire lauern.

Vielen Dank an den PAN-Verlag für das Rezensionsexemplar!

384 Seiten

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