„Ein Haus ohne Bücher ist arm, auch wenn schöne Teppiche seinen Boden und kostbare Tapeten und Bilder die Wände bedecken.“ Hermann Hesse

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„Ruht das Licht“ von Maggie Stiefvater [Rezension]


Eigentlich hat sich fast alles zum Guten gewendet, denn Sam hat den Wolf in sich besiegt. Eine Zukunft als Mensch, gemeinsam mit Grace, liegt vor ihm. Währenddessen streift Olivia noch immer in Wolfsgestalt durch die Wälder Mercy Falls‘. Doch was passiert mit Grace? Warum hört sie nachts die Wölfe nach ihr rufen? Während Sam beginnt ganz Mensch zu sein, geht es ihr immer schlechter…

Cole hingegen wollte als Wolf alles vergessen. Aber warum verwandelt er sich schon so früh zurück? Er kann seine Wolfsgestalt nicht halten, obwohl er sich nichts sehnlicher wünscht.

„Ruht das Licht“ ist der zweite Teil der Trilogie um Sam, Grace und die Wölfe von Mercy Falls der US-amerikanischen Autorin Maggie Stiefvater.

Vom ersten Band „Nach dem Sommer“ war ich begeistert und daher sehr gespannt auf die nächste Geschichte. Leider konnte diese mich nicht annähernd so fesselnd wie „Nach dem Sommer“.

Von Anfang bis Ende ist die Stimmung bedrückend. Grace ist krank und niemand kann ihr helfen, Sam nicht und auch kein Arzt. Aber Grace erträgt ihr Leiden still und versucht es zu verstecken. Die Geschichte ist von einer lähmenden Ohnmacht geprägt, die auch mich beim Lesen erfasste.

Die Beziehung zwischen Sam und Grace wird einerseits so tief, vertraut und natürlich geschildert, wie im ersten Teil, doch scheint sie zu stagnieren. Immer wieder spürt man Sorge, Angst und Verzweiflung, so dass man ahnt, dass etwas Schlimmes passieren wird. Auf Dauer ist diese Stimmung ziemlich schwer zu ertragen.

Aber einen Lichtblick gibt es: Zu Sam und Grace als Ich-Erzähler kommen Isabell und Cole dazu. Der neue Wolf ist zwar ziemlich kaputt, aber dennoch angenehm frech und insgesamt eine sehr interessante Person. Nach und nach erfährt man, wer er wirklich ist und woher sein Wunsch kam, sich in der Wolfsgestalt zu verlieren. Im Gegensatz zu Sam und den anderen alten Wölfen hat er nämlich sein Schicksal freiwillig gewählt.

Zusammen mit der von Schuldgefühlen geplagten Isabell bildet er ein erfrischendes, leidenschaftliches und immer wieder überraschendes Gespann. Aus Sicht der beiden zu lesen hat mir sehr gefallen. Es gab immer wieder Momente zum Schmunzeln, die die sonst so bedrückende Stimmung angenehm aufgelockerten.

Insgesamt passiert in der Geschichte nicht so besonders viel, doch das Ende ist sehr spannend, überraschend und dramatisch, so dass ich mich trotz des mäßigen zweiten Bandes auf „In deinen Augen“ freue.

Vielen Dank an vorablesen und script5 für das Rezensionsexemplar.

Rezension zu „Nach dem Sommer“ (Klick!)

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